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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Das Gottesbild
im Alten und Neuen Testament

Ferienbibelseminar des Ev. Dekanats Reinheim 09.‑17.04.1983

Email:

a) Johannes und der Ursprung der Jesusbewegung

b) Die geistige Heimat Jesu

c) Der Gott Jesu

d) Der Sohn Gottes

e) Das Leiden Jesu

 

 

II. Gottesglaube im Neuen Testament

1. Jesus

a) Johannes und der Ursprung der Jesusbewegung

Das Neue Testament führt die Wurzeln der Jesusbewegung auf Johannes den Täufer zurück, der im Neuen Testament als Vorläufer Jesu dargestellt wird. Das ist sicherlich eine grobe Vereinfachung, denn noch Apg 19,1-7 weiß von eigenständigen Johannesjüngern in Ephesus, und die Geschichte zeigt, dass die Johannesbewegung im Orient noch lange Nachwirkungen gehabt hat.

Johannes glaubte, wie die Evangelien lehren, an das unmittelbar bevorstehende *Jüngste Gericht und das Reich Gottes. Er forderte die Menschen auf, angesichts des nahen Gerichts sich zu bessern und zum Zeichen der Besserung sich taufen zu lassen. Er kündigte den endzeitlichen Richter an, der stärker sei als er und mit dem Feuer des Gerichts taufen würde. Wer sich also nicht von Johannes mit Wasser taufen lasse, der würde der Feuertaufe des Gerichts nicht entgehen. So etwa mag die Originalbotschaft der Täufers gelautet haben.

Die Christen hörten diese Botschaft später mit christlichen Ohren. Der angekündigte Feuertäufer war für sie Jesus; man deutete daher die Feuertaufe auf die Geistverleihung, die mit der christlichen Taufe verbunden war.

Wer war dieser Mann, der das junge Christentum so entscheidend beeinflusst hat? Man ist heute gern bereit, Johannes mit den Qumran-Essenern in Verbindung zu bringen. Aber die wenigen Anknüpfungspunkte reichen nicht aus. Johannes war vielmehr ein eigenständiger Prophet, seine Bewegung eine selbständige jüdische "Konfession" neben den andern. Natürlich war er ein Kind seiner Zeit und stark beeinflusst von der Apokalyptik. Aber warum soll er nicht seinen eigenen Weg, unabhängig von sonstigen Strömungen gegangen sein?

Dagegen ist deutlich, dass die Jesusbewegung stark von der Täuferbewegung beeinflusst ist: Jesus selbst wurde von Johannes getauft, einige seiner Jünger scheinen ursprünglich Johannesjünger gewesen zu sein. [158] Die Urkirche hat wie selbstverständlich die Johannestaufe übernommen. Der Kern der Botschaft des Täufers und Jesu stimmt überein:

Kehrt um, das Reich des Himmels ist nahe herbeigekommen! [159]

Wie Mt 11 zeigt, gab es jedoch einen tiefgreifenden Unterschied zwischen beiden: Johannes erwartete das nahe bevorstehende Gericht, das der Feuertäufer mit Gewalt durchführen wird. Dann werden alle Bösen und alle, die sich nicht bekehrt haben, ausgerottet werden. Vielleicht hat sich Johannes tatsächlich erhofft, dass Jesus dieser Mann sein werde.

Was er dann von Jesus erlebte, muss ihn enttäuscht haben: Jesus urteilte weniger rigoros, er wollte den Menschen eine Chance lassen. Er verstand sich nicht als Richter, sondern als Heilbringer. Wenn er den Menschen half und den Armen die frohe Botschaft verkündigte, zeigte er, dass Gottes Reich schon da ist. Für Jesus brauchte es also keine Revolution, um Gott zur Macht zur verhelfen. Johannes konnte sich das Reich Gottes nicht anders vorstellen, als durch eine Revolution zustande gekommen, das Gericht nicht anders als eine bei Revolutionen übliche "Säuberungsaktion". Jesus dagegen war der Meinung, dass das Reich Gottes nicht groß, sondern klein anfängt, wie ein Senfkorn.

b) Die geistige Heimat Jesu

Ich habe oben wahrscheinlich zu machen versucht, dass Jesus nicht gerade ein Täuferjünger war, aber doch entscheidend von der Verkündigung des Täufers beeinflusst ist.

Damit sind alle Spekulationen über eine Verbindung Jesu zu Qumran überflüssig.

Auch den anderen religiösen Gruppierungen gegenüber beweist Jesus seine Selbständigkeit:

• Mit den Pharisäern teilt er seinen Glauben an Engel und Dämonen, vor allem aber an die Auferstehung der Toten. Er unterscheidet sich aber von den Pharisäern darin, dass er nicht die Einzelvorschriften der Bibel auslegt, sondern hinter sie zurück fragt nach dem ursprünglichen Willen Gottes. So kann Jesus zum Beispiel zu der Auffassung kommen, dass entgegen dem Wortlaut der *Thora die Verstoßung der Ehefrau nicht Gottes Wille sein kann. [160]

• Mit den Zeloten hat sich Jesus fortwährend auseinandergesetzt, obwohl sie als seine Gegner nicht im Neuen Testament erwähnt werden. Natürlich hat Jesus die Gewalt abgelehnt. [161]

• Zu erwägen wäre noch das Verhältnis Jesu zum hellenistischen Judentum, das vor allem in Ägypten und der Diaspora verbreitet war und sich mit den griechischen Philosophen auseinandersetzte, ohne den eigenen Glauben zu verraten.

Dazu müssen wir bedenken, dass es in Jesu Heimat Galiläa eine Reihe hellenistischer Städte gab wie Tiberias, Sepphoris, Ptolemais, Caesarea, so dass Jesus in einer jüdisch-hellenistischen Mischbevölkerung aufgewachsen sein müsste. Begegnungen mit Nichtjuden werden in den Evangelien berichtet (Hauptmann von Kapernaum, "kanaanäisches Weib"), und es bleibt zu überlegen, ob Jesus des Griechischen nicht mächtig gewesen sein sollte, wie es von einem gebildeten Mann seiner Zeit zu erwarten wäre.

Hellenistischer Einfluss zeigt sich schließlich auch in einigen Namen seiner Umgebung: Jesus trägt wie seine Brüder Jakobos, Joses, Simon und Judas (Mk 6,3) Namen, die zwar aus dem Hebräischen kommen, aber dem griechischen Sprachgebrauch angepasst sind (also nicht Jeschua, Jakob, Joseh, Schimeon, Juda). Nun kann man die griechischen Endungen auf den Sprachgebrauch der griechisch sprechenden Urkirche zurückführen. Es ist aber dann immer noch die Frage, warum auch so unbedeutende Brüder wie Joses und Simon dem Griechischen angepasste Namen tragen, nicht aber zum Beispiel Jesu Vater Joseph oder der greise Simeon aus Lk 2.

Auch unter den Jüngern Jesu finden sich hellenistische Namen: Philippus trägt einen rein griechischen Namen, Petrus wird weitaus häufiger Simon (rein griechisch) als Simeon genannt.

Der hellenistische Einfluss in Galiläa dürfte also ziemlich stark gewesen sein. Trotzdem besteht kein Zweifel, dass Jesu Muttersprache nicht griechisch, sondern *aramäisch gewesen ist, das zeigen versprengte Zitate im Originalwortlaut wie zum Beispiel abba 'Vater'.

Hellenistische Bildung schließlich verraten auch ein paar Argumente Jesu, die so ganz und gar der jüdischen Denkweise widersprechen, wie seine Kritik an den jüdischen Reinheitsvorschriften zeigt. [162]

Ein letztes Argument dafür, dass Jesus Berührungen mit dem hellenistischen Judentum hatte, ist der Jakobusbrief, der wie kein anderer Worte der *Bergpredigt aufgreift, andrerseits in einem ausgezeichneten Griechisch geschrieben ist und eine ganz eigenwillige Theologie vertritt, die trotz vieler Anklänge ans Judentum ganz unjüdisch und durch und durch christlich argumentiert. Obwohl der Brief selbst keinen Anspruch darauf erhebt, behauptet die altkirchliche Überlieferung, der Verfasser Jakobus sei kein anderer als der Bruder des Herrn. Warum eigentlich nicht? Das Argument, Jakobus habe kein Griechisch gekonnt, ist nicht stichhaltig. Die obigen Argumente lehren eher das Gegenteil. Nochmals: Wer so gebildet ist wie Jesus, von dem müsste man annehmen, dass er auch Griechisch konnte. Und was Jesus recht ist, dürfte seinem Bruder Jakobus billig sein. Ich betrachte den Jakobusbrief als Beweis dafür, dass Jakobus nicht nur diese Weltsprache konnte, sondern ausgezeichnet beherrschte.

Interessanterweise verrät das Neue Testament (ich möchte nicht behaupten, Jesus) auch fernöstlichen Einfluss:

• Die Geschichte vom Scherflein der Witwe [163] hat eine Parallele in einer indischen Erzählung, wo eine Frau dafür gelobt wird, dass sie ihr ganzes Eigentum von zwei Kupferstücken bei einem Fest opfert.

• Das Gleichnis vom Weltgericht [164] hat Parallelen in fernöstlichen Texten: Nach einem persischen Text werden die Guten und Bösen wie schwarze und weiße Schafe geschieden. Ein buddhistischer Text berichtet, wie der König der Unterwelt den Verstorbenen fragt:

Sahst du nicht unter den Menschen eine Frau oder einen Mann krank, elend, von einem schweren Leiden heimgesucht? Kam dir da nicht der Gedanke: Auch ich bin der Krankheit unterworfen; wohlan denn, ich will Gutes tun in Worten, Werken und Gedanken? – Wahrlich, o Mensch, man wird mit dir entsprechend deiner Nachlässigkeit verfahren.

• Eine andere buddhistische Geschichte klingt auffallend ähnlich wie die Geschichte vom Seewandel des Petrus. [165]

• Von dem chinesischen Weisen Konfuzius (551-479) stammt der Satz:

Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu

bei Jesus in der Fassung:

Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun, das tut ihnen auch. [166]

An Jesu Gebot der Feindesliebe [167] erinnert der indische Satz

Die wahre Freude besteht darin, Böses mit Gutem zu vergelten.

Diese Beispiele zeigen, wie fernöstliches Gedankengut zur Zeit Jesu auch im Nahen Osten verbreitet war. Es sollte mich nicht wundern, wenn Jesus damit vertraut gewesen sein sollte.

Es sprechen also gewichtige Gründe dafür, dass Jesus mehr war als ein religiöses Genie, sondern dass er eine gründliche Ausbildung nicht nur in der heiligen Schrift, sondern auch in "weltlicher Weisheit" genossen haben muss. Nur so konnte er die Enge des Pharisäismus überwinden.

c) Der Gott Jesu

In diesem Abschnitt soll es nicht um das christliche Gottesverständnis überhaupt gehen, sondern darum, wie Jesus Gott verstanden hat.

Was wohl allen Zuhörern Jesu am eindrücklichsten in Erinnerung geblieben ist, war die Tatsache, dass Jesus zu Gott "Vater" gesagt hat. Das aramäische Wort, das er dafür gebrauchte, ist uns sogar Bibelstellen überliefert: Abba. [168]

Dieser Anrede Gottes war schon deswegen so merkwürdig, weil das Wort aus der Alltagssprache stammte. Abba ist das aramäische Wort für 'der Vater, o Vater'. Einen anderen Ausdruck gibt es nicht. Weder die Hebräer noch die Aramäer konnten wie wir zwischen dem Erwachsenenwort Vater und dem Kinderwort Papa unterscheiden.

Dass man Gott "Vater" nannte, war an sich im Judentum nicht ungewöhnlich und neu; aber man sagte in der Regel "unser Vater", nicht einfach "Vater" oder "mein Vater". [169] Wenn wir weiter nichts über Jesus wüssten als dies, müssten wir allein daraus entnehmen, dass Jesus zu Gott ein besonders inniges Verhältnis gehabt hat.

Wie uns nun aber das Neue Testament zeigt, hat Jesus den Vatertitel für Gott nicht ausschließlich für sein persönliches Gottesverhältnis gebraucht; er redet auch den Jüngern gegenüber von "deinem Vater", [170] "eurem Vater" [171] oder "eurem Vater im Himmel" [172]. Und er lehrt seine Jünger beten wie er es selbst getan hat: "Vater" [173] oder "Unser Vater im Himmel". [174]

Diese Anrede hat also nichts damit zu tun, dass Jesus sich für Gottes Sohn gehalten hätte, sondern mit der Gotteskindschaft der Gläubigen, wie wir sie schon in der Weisheit Salomos 2 kennengelernt haben, und wie ihr Paulus in Röm 8 ein unvergessliches Denkmal setzt.

Herkömmlicherweise redeten die Juden anders mit Gott; alle Anreden waren von der Ehrfurcht geprägt: "Herr, Unser König, Unser Gott, Schöpfer der Welt, Heiliger …"

Wer von Gott als dem "Vater" redet, zeigt, dass er ein anderes Verhältnis zu ihm hat: Hier steht weniger die respektvolle Ehrfurcht als vielmehr die kindliche Anhänglichkeit, Liebe und Vertrauen im Vordergrund.

Typisch dafür ist, dass der alttestamentliche Ausdruck für 'Religion' Gottesfurcht, der neutestamentliche dagegen Glaube (im Sinne von 'Vertrauen') ist.

Typisch sind auch die unterschiedlichen Wesensbeschreibungen Gottes:

Altes Testament:

Ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott. Ich komme zurück auf die Schuld der Väter bei den Söhnen, bei der 3. und 4. Generation derer, die mich hassen, und erweise Meine Gunst vielen Tausenden, die Mich lieben und Meine Gebote halten. [175]

Herr, Herr, barmherziger und gnädiger Gott, langsam im Zorn und groß an Güte und Treue, der Tausenden Güte bewahrt und Schuld, Frevel und Sünde aufhebt aber auch auf Strafe nicht verzichtet , der zurückkommt auf die Schuld der Väter bei den Söhnen und Enkeln, bei der dritten und vierten Generation. [176]

Neues Testament:

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm."

[177]

Zorn und Gnade Gottes halten sich im Alten Testament die Waage; bei Jesus überwiegt deutlich die Gnade.

Es ist also von diesen Stellen her gesehen falsch, den alttestamentlichen Gott als den strengen Gott darzustellen, der unnachsichtig alle Sünden bestraft, sondern die Gnade Gottes hat auch schon im Alten Testament ihren wichtigen Platz; ja es scheint die Gnade sogar den Vorrang zu haben. 176 Aber das Alte Testament verschweigt eben auch nicht, dass Gott nicht einfach fünf gerade sein lässt und Unrecht nicht ungestraft lässt. Sein Zorn, so hat es einmal jemand ausgedrückt, ist eigentlich nur die Kehrseite seiner heiligen Liebe.

Nun hat man aber zweifellos zur Zeit Jesu Gott nicht als den liebevollen, barmherzigen Vater gesehen, sondern als den unbarmherzigen, strengen Richter. Dieses Bild ist also sichtlich verzeichnet und entspricht nicht dem gnädigen Gott des Alten Bundes. Es ist das Verdienst Jesu, diese Seite Gottes wieder zum Vorschein gebracht zu haben.

Damit ergibt sich freilich eine theologische Schwierigkeit, die ich nicht lösen kann:

1. Jesus hat unzweifelbar den gnädigen Gott und nicht – etwa im Gegensatz zu dem Täufer – den strafenden, strengen Gott verkündigt und die Gnade Gottes auch durch sein eigenes Verhalten spürbar werden lassen.

2. Andrerseits lehrt uns das Neue Testament, Jesus habe sterben müssen, um uns mit Gott zu versöhnen und um Gott gnädig zu stimmen.

Hat nun der Tod Jesu tatsächlich die Stimmung Gottes geändert, so dass der bisher zornige Gott auf einmal gnädig geworden wäre – oder war der Tod Jesu nur der Anlass, dass die Menschen auf einmal verstanden haben, dass Gott gnädig ist?

Oder: Hat Jesus den gnädigen Gott nur im Vorgriff auf seinen Opfertod verkündigt – oder hat er einfach die bessere Erkenntnis gehabt, dass Gott gnädig ist?

Ich betone nochmals, dass der Zorn und die Gnade Gottes sich nicht einfach den beiden Testamenten zuordnen lassen.

Das zeigt auch ein kurzer Blick in die biblische Wortstatistik:

"Zorn Gottes"

Altes Testament

202

 

 

Neues Testament

24

[178]

"Gnade Gottes"

Altes Testament

182

 

 

Neues Testament

138

[179]

Dabei muss bedacht werden, dass das Überwiegen des "Zorns" im Alten Testament genauso durch formelhaften Gebrauch bedingt ist wie das Überwiegen der "Gnade" im Neuen.

Natürlich ist das nur eine sehr oberflächliche Untersuchung (Begriffe wie "Grimm" und "Barmherzigkeit" wurden gar nicht berücksichtigt); aber die Gewichtsverteilung ist klar: Im Alten Testament halten sich Zorn und Gnade in etwa die Waage – im Neuen überwiegt deutlich die Gnade. Wobei zu bedenken ist, dass das Alte Testament mehr als doppelt so dick ist wie das Neue (genau 2,59mal).

Hochgerechnet auf die gleiche Dicke ergibt sich:

                  Altes Neues Testament

Zorn              202      62

Gnade          182    357

Nun noch einmal zurück zu der oben angerissenen Frage nach der Bedeutung des Todes Christi:

Wenn im Alten Testament von der Gnade und dem Zorn Gottes die Rede ist, so beschränken sich diese ausschließlich auf das irdische Leben; das ewige Leben kommt im Alten Testament nur am Rand in den Blick.

Dies können wir uns deutlich machen an der Sündenfallgeschichte (bei der freilich diese Worte nicht gebraucht werden): Gott droht den ersten Menschen den (sofortigen) Tod an, bestraft sie aber nur mit der Vertreibung aus dem Paradies. Anders ausgedrückt: er begnadigt sie und wandelt die Todesstrafe in Verbannung um. Die Geschichte von Kain und Abel zeigt, [180] dass die Vertreibung kein Abbruch der Beziehung zu Gott bedeutet hat. Erst Kain hat die Beziehung zu Gott verloren.

Ein anderes Beispiel, was Gnade und Zorn Gottes im Alten Testament bedeuten, ist der 103. Psalm, das Hohe Lied der Gnade Gottes: Hier wird ganz deutlich gezeigt, dass Gott gnädig ist aus Mitleid, weil er eben sieht, was für armselige Kreaturen die Menschen sind, deshalb hält er seinen Zorn zurück und handelt nicht mit uns nach unsern Sünden.

Zorn Gottes im Alten Testament heißt also, dass Gott die Menschen sterben lässt, Gnade, dass er sie trotz ihrer Fehler am Leben lässt. Weitere Beispiele kann jeder leicht selbst finden.

Im Neuen Testament geht es aber nicht um irdisches Leben oder Tod, sondern um das ewige Leben. Das Neue, das Jesus uns erschlossen hat, ist nicht die Gnade, die uns trotzdem am Leben lässt, sondern die Gnade, die uns das ewige Leben schenkt. Umgekehrt äußert sich der Zorn Gottes jetzt nicht in zeitlichen Schicksalsschlägen und frühem Tod, sondern in der ewigen Verdammnis.

Jesu Tod am Kreuz hat uns also nicht die Zuneigung Gottes erschlossen, sondern die volle Gemeinschaft mit ihm, die durch den Sündenfall gestört war.

Dass Jesu Tod uns das ewige Leben erschlossen und uns mit Gott versöhnt hat, geht nicht aus der Tatsache der Kreuzigung selbst hervor, sondern ist die Erkenntnis der ersten Christen. Sie wären aber nie darauf gekommen, wenn Jesus nicht schon vorher ihnen die Liebe Gottes in Wort und Tat bezeugt hätte.

d) Der Sohn Gottes

Wollen wir herausfinden, was der "historische Jesus" von sich selbst gehalten hat, so müssen wir zunächst das Johannesevangelium ausklammern, weil Johannes zu stark seine christliche Theologie in sein Evangelium einbringt. Als historische Quelle können also nur die sogenannten *Synoptiker (Mt, Mk und Lk) gelten, wobei zu bedenken ist, dass auch diese nicht vom "historischen Jesus" erzählen wollen, sondern ihren christlichen Glauben verkünden.

Klammern wir also das Johannesevangelium aus, so sind es vor allem andere, die von Jesus sagen, er sei Gottes Sohn, etwa Petrus, der Hauptmann unterm Kreuz, auch der Versucher und Dämonen.

Die wenigen Stellen, wo Jesus sich selbst "Sohn" nennt (nicht "Sohn Gottes") stehen in Verdacht, kein Wort des "historischen Jesus", sondern des auferstandenen Christus zu sein.

Wie wir aus der Apg und den Paulusbriefen wissen, gab es bei den ersten Christen eine Reihe von *Propheten, die im Namen des auferstandenen Herrn redeten. Diese Worte wurden auch in die Evangelien aufgenommen und teilweise dem "historischen Jesus" vor seiner Kreuzigung in den Mund gelegt. Da Jesus vor seiner Kreuzigung und nach der Auferstehung derselbe ist, dürfen wir der Urgemeinde diesen "historischen Irrtum" nicht übelnehmen. Denn sie hat zunächst Worte und Taten Jesu als einzelne Geschichten und Aussprüche überliefert und erst später versucht, eine Zusammenhängende Geschichte des Lebens Jesu zu schreiben. Wir wissen also nicht, in welcher Reihenfolge Jesus seine Worte gesprochen und Wunder vollbracht hat. Die Reihenfolge der Evangelien ist rein zufälliger Art.

Niemand kennt den Sohn denn nur der Vater – und niemand kennt den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren. [181]

Dies scheint mir ein solches Wort des erhöhten Herrn zu sein, das auffallend an die Redeweise des Johannesevangeliums erinnert. Es wurde in der sogenannten *Redequelle überliefert, in der Worte des "historischen Jesus" und des auferstandenen Herrn standen. Jesus nennt sich jedenfalls bei den *Synoptikern ansonsten "Menschensohn". Seine einmalige Selbstbezeichnung als "der Sohn" müsste für seine ersten Zuhörer unverständlich gewesen sein; für christliche Hörer im Mund eines urchristlichen *Propheten ist diese Bezeichnung eindeutig.

Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, [auch der Sohn nicht], sondern allein der Vater. [182]

Das eingeklammert. Stück vom "Sohn" steht nicht in allen Handschriften und fehlt vor allem in wichtigen Handschriften des Mt-Evangeliums. Es ist also denkbar dass ursprünglich nur von den Engeln und dem Vater, nicht vom Sohn die Rede war, wenn auch kein Zweifel besteht, dass der älteste Bibeltext (Mk) auch den Sohn erwähnte. Es scheint aber in der mündlichen Überlieferung ein genau so altes Wort ohne den Sohn im Umlauf gewesen zu sein. Diese Stelle beweist also nichts über das Selbstverständnis Jesu; die Erwähnung des Sohnes könnte ein späterer Einschub gewesen sein, den Mk schon gekannt hat.

Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und Heiligen Geistes. [183]

ist unbestreitbar ein Wort des Auferstandenen, steht also hier nicht zur Debatte.

Beim Verhör fragt der Hohe Priester:

Bist Du der Messias (Christus), der Sohn des Hochgelobten? [184]

Das bestätigt Jesus, allerdings mit dem Vorbehalt, dass er sich nicht "Messias", sondern "Menschensohn" nennt. Die Antwort zeigt also, dass der Hohe Priester nicht wissen wollte, ob Jesus der Sohn Gottes, sondern der Messias sei. Das zeigt auch der Fortgang des Prozesses, wo Jesus von den Römern als 'König der Juden' gekreuzigt wird, also wegen eines politischen, nicht eines religiösen Vergehens.

Das zeigt auch eine genaue grammatische Analyse der Frage: Kaiphas will nicht wissen: "Bist du 1. der Messias, 2. der Sohn Gottes?" Auf die doppelte Frage hätte Jesus eine doppelte Antwort geben müssen, etwa "Sohn Gottes ja, aber nicht Messias, sondern Menschensohn." "Der Sohn des Hochgelobten" ist grammatisch eine Apposition (Beifügung); der Priester setzt als selbstverständlich voraus, dass der Messias Gottes Sohn ist.

Die Frage ist: Wie kommt er darauf?

Der 2. Psalm redet vom judäischen König und ist wohl im Zusammenhang mit der Thronbesteigung der Könige vorgetragen worden. Er wurde aber in späterer Zeit, als es keine Könige mehr gab, auf den Messias bezogen – an sich nicht mehr als folgerichtig, da der Messias ja ein Nachfolger der alten Könige und wie sie ein Nachkomme Davids sein wird.

Von ihm heißt es:

Der Herr hat zu mir gesagt: Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt. [185]

Der judäische König galt also wie die anderen Könige des Orients selbstverständlich als Sohn Gottes. Aber zwar mit dem Unterschied, dass die orientalischen Könige (etwa der ägyptische Pharao) behaupteten, von einem Gott abzustammen. Der judäische König aber glaubte, Gottes Sohn durch *Adoption geworden zu sein. "Du bist mein Sohn … " müssen wir also als Adoptionsformel verstehen: Gott nimmt den Herrscher mit seiner Krönung an Kindes Statt an. Eine leibliche Abstammung von Jahwe wäre in israelitischen Ohren eine Gotteslästerung gewesen.

Die Gottessohnschaft des Königs hat sogar eine sehr alte Vorgeschichte, die bis in die Zeit Davids zurückreicht. In der Natansweissagung sagt Gott von Davids Nachfolgern:

Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. [186]

Damit knüpft Natan eigentlich weniger an die orientalische *Königs-Ideologie als vielmehr an die israelitische *Bundestheologie an. Denn das Bundesverhältnis wird an vielen Stellen des Alten Testaments immer wieder auf die Formel gebracht:

Ihr sollt Mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.

Der König (und damit also auch der Messias) ist nach biblischer Auffassung also Gottes Sohn nicht kraft seiner Geburt, sondern durch göttliche Erwählung und eine Art Bund = Adoption.

Die Gottessohnschaft des Messias könnte also dem Hohen Priester geläufig gewesen sein, so dass nicht dies der Stein des Anstoßes gewesen sein kann, sondern allein der Anspruch Jesu, der Menschensohn zu sein.

Wieso ist aber das Bekenntnis Jesu Gotteslästerung?

Hier muss zunächst gefragt werden, ob das von Mk berichtete Verhör so geschehen ist. Denn in dem Bericht sind so viele Unwahrscheinlichkeiten, dass man diese Frage ernsthaft stellen muss:

1. Der Hohe Rat verurteilt Jesus wegen Gotteslästerung, liefert ihn aber dann den Römern als Majestätsverbrecher aus. Auf Gotteslästerung aber stand nicht die (römische) Kreuzigung, sondern die Steinigung. Bei der Steinigung des Stephanus hatten die Juden auch keine Bedenken wegen etwaiger römischer Rechte, sondern sie haben Stephanus gesteinigt, ohne die Römer zu fragen. Diese haben sich in Religionssachen sowieso nicht eingemischt.

2. Die allerdings erst 170 Jahre später aufgezeichnete jüdische Prozessordnung bestimmte:

a) Eine Gerichtsverhandlung darf nur bei Tag stattfinden (übrigens ein allgemeiner Rechtsbrauch auch bei anderen Völkern).

b) Ein Todesurteil darf erst am folgenden Tag ausgesprochen werden.

c) Zeugen werden vor allem als Entlastungszeugen vernommen.

3. Im Unterschied zu den übrigen Abschnitten der Passionsgeschichte findet das Verhör ohne Zeugen statt, die später Christen gewesen sind. Petrus kann nur als Zeuge dafür gelten, dass Jesus überhaupt in den Palast des Hohenpriesters gebracht wurde. Was aber dort verhandelt wurde, konnten die Christen nicht wissen.

Mk wird also irrtümlich ohne genauere Sachkenntnis angenommen haben, es habe in der Nacht eine regelrechte Gerichtsverhandlung stattgefunden. Lk, der genauere Nachforschungen angestellt hat, und Jh berichten übereinstimmend nicht von einer Gerichtsverhandlung, sondern von einem Verhör, das in der Nacht stattfand. Der Auslieferungsbeschluss dagegen wurde nach den Regeln der Prozessordnung nicht in der Nacht, sondern am frühen Morgen gefasst.

Wie kommt aber Mk zu seiner Meinung, Jesus sei wegen Gotteslästerung verurteilt worden? Weil er sich nach dem, was er ständig von den Juden zu hören bekam, nichts anderes vorstellen konnte: "Wenn ihr behauptet, Jesus sei Gottes Sohn, so ist das eine Gotteslästerung" – wobei wir wissen müssen, dass man zur Zeit von Mk (um 70) schon an eine leibliche Abstammung Jesu von Gott geglaubt hat. Wir kommen noch darauf zurück.

Wir haben es also im Mk-Bericht mit dem seltsamen Widerspruch zu tun, dass der Hohepriester eigentlich nur fragt, ob sich Jesus für den Messias hält, hernach aber Jesus wegen Gotteslästerung zum Tod verurteilt. Jesus wird dann allerdings nicht als Gotteslästerer gesteinigt, sondern als Messias oder Judenkönig gekreuzigt. Das zeigt, dass die Sache mit dem Gottessohn und der Gotteslästerung gar nicht so alte Überlieferung sein kann, sondern dass ursprünglich bloß von dem Messias die Rede gewesen sein muss. Lassen wir die Gotteslästerung heraus, so kann das Verhör durchaus in etwa den Tatsachen entsprechen.

Es gibt also keinen überzeugenden Beweis, dass sich Jesus zu Lebzeiten Sohn Gottes genannt hätte. Seine Anrede Gottes als "Vater" hat damit nichts zu tun, und wenn er sich im Sinne von der Weisheit Salomos [187] 'Gottes Kind' genannt haben sollte, dann eben so, wie jeder Gläubige Gottes Kind sein darf.

Wie kommt man aber darauf, dass Jesus Gottes Sohn sei?

Eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt hat dabei wohl der überwältigende Eindruck, den die Verkündigung Jesu ausgelöst hat. Die Menschen, die sie gehört haben, müssen empfunden haben, dass Jesus in ganz einzigartiger Weise verstanden hat, wer Gott wirklich ist, und dass er ein ganz besonderes Verhältnis zu Gott gehabt hatte. Dazu gehört auch, dass Jesus Gott "Vater" nannte, wobei ich allerdings nicht glaube, dass die Zuhörer diese Redeweise falsch verstanden hätten.

Dass man den Messias für einen Sohn Gottes hielt, haben wir schon gesehen. Wenn Jesus der Messias war, musste er auch Gottes Sohn sein.

Den entscheidenden Ausschlag gegeben hat aber wohl das Ostererlebnis:

Aus einigen Stellen des Neuen Testaments geht hervor, dass die ersten Christen erst seit Ostern wussten, dass Jesus Gottes Sohn ist und erst durch das Ostererlebnis darauf gebracht wurden:

Paulus predigt: Gott hat durch die Auferweckung Jesu die Verheißung des 2. Psalm erfüllt: "Du bist. mein Sohn, heute habe Ich dich gezeugt." [188] Das liest sich so, als habe Gott erst den auferweckten Jesus zu seinem Sohn gemacht.

Petrus berichtet von dem Ereignis, durch das er zum Glauben kam:

Wir sind nicht klugen Fabeln gefolgt, sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen, da er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der großen Herrlichkeit: Dies ist Mein lieber Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel geschehen, da wir mit ihm waren auf heiligen Berge. [189]

Petrus nimmt hier also deutlich Bezug auf die Verklärungsgeschichte. Das Merkwürdige ist nun aber, dass er dieses Erlebnis als entscheidend für seinen Glauben an Jesus darstellt. Wenn wir aber die Geschichte in den Evangelien nachlesen, so stellen wir fest, dass da die Verklärungsgeschichte [190] – hinter dem Petrusbekenntnis [191] steht. Nach dem Mk-Evangelium wäre also Petrus schon vor der Verklärung zum Glauben an Jesus gekommen.

Das Merkwürdige ist weiterhin, dass das ursprünglich Mk-Evangelium mit der Geschichte vom leeren Grab schließt, wo die Frauen voller Entsetzen wegrennen und keinem etwas sagen. [192] Einen Erscheinungsbericht wie in den anderen Evangelien hat also Mk nicht überliefert.

Merkwürdig ist ferner, dass Petrus der erste gewesen sein soll, dem der Auferstandene begegnet ist. [193] Ein Erscheinungsbericht ist uns aber nirgends erhalten.

Man nimmt daher heute an, dass die Verklärungsgeschichte eigentlich eine Ostergeschichte gewesen ist, die von der ersten Erscheinung des Auferstandenen an Petrus, Jakobus und Johannes berichtet hat. Mk hätte dann diese Geschichte aus welchen Gründen auch immer ins Leben Jesu zurückdatiert, so dass ihm hinterher eine Erscheinungsgeschichte fehlte.

Wichtig an dieser Geschichte ist die Stimme aus dem Himmel, die erklärt:

Dies ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören! [194].

Wenn die obige Überlegung richtig ist, waren die ersten Christen aufgrund dieses Ostererlebnisses der Meinung, Gott habe Jesus im Rahmen seiner Auferweckung zum Sohn angenommen. [195]

Wir wissen also, dass Jesus Gottes Sohn ist, weil Gott das selbst offenbart hat. Das bestätigt ja auch Jesus im Petrusbekenntnis:

Selig bist du, Simon, Jonas Sohn, denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. [196]

Wir können aber nun auch lesen, dass Jesus Gottes Sohn nicht erst seit der Auferstehung, sondern schon von Anbeginn der Welt gewesen ist:

"…. Jesus Christus, …, wiewohl er in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott gleich sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an… [197]

Da aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau … [198]

Wir müssen also unterscheiden zwischen dem Zeitpunkt, an dem bekannt wurde, dass Jesus Gottes Sohn ist (Ostern) und dem Zeitpunkt, seitdem er Gottes Sohn ist.

Blicken wir nun in die Evangelien, so merken wir, wie mit fortschreitender Erkenntnis die Evangelisten diesen zweiten Zeitpunkt immer weiter nach vorne gerückt haben:

Bei Mk ertönt die Himmelsstimme schon bei der Taufe Jesu, und in der darauffolgenden Versuchungsgeschichte (nur bei Mt und Lk) bezieht sich der Teufel ausdrücklich auf diese Stimme:

Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. [199]

Mt und Lk bringen unabhängig voneinander das Motiv der Jungfrauengeburt, stellen sich also eine leibliche Abstammung von Gott vor.

Die Geburt Jesu aus der Jungfrau kann erst eine heidenchristliche Entdeckung sein, denn in jüdischen Ohren wäre es einer Gotteslästerung gleichgekommen zu behaupten, Gott sei der leibliche Vater eines Menschen. Für *Heiden dagegen war es eine geläufige Sache, dass ein Mensch, etwa Herkules, einen göttlichen Vater und eine menschliche Mutter hatte. Derlei Halbgötter gab es in der *heidnischen *Mythologie häufig. Als die Heidenchristen hörten, Jesus sei der Sohn Gottes, stellten sie sich dies wohl so ähnlich vor, wie sie es aus ihrem bisherigen Glauben kannten.

Wenn Gott der leibliche Vater eines Halbgotts ist, dann kann natürlich kein Mensch der Erzeuger sein; die Menschenmutter muss also zum Zeitpunkt der Geburt des Halbgotts noch Jungfrau gewesen sein, wenn sie nicht vorher schon andere Kinder hatte.

Mt begründet die Jungfrauengeburt Jesu nun aber nicht mit heidnischer Mythologie, sondern aus dem Alten Testament:

Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Immanuel [200] heißen. [201]

Was Jesaja wirklich mit diesem Vers gemeint hat, wissen wir nicht. Lesen wir ihn unbefangen im Zusammenhang, so wird wenigstens deutlich, dass er mit einer baldigen Geburt des Immanuel rechnet, denn noch bevor der Bub alt genug sein wird, soll es mit dem König von Samaria und Aram aus sein. Vielleicht hat Jesaja mit der Geburt eines gottesfürchtigeren Thronfolgers gerechnet. Der fromme König Hiskia scheint jedenfalls zu diesem Zeitpunkt schon gelebt zu haben. Es gab lange nach Jesus (um 300) jüdische Stimmen, die behaupteten, Israel habe in Hiskia seinen Messias schon gehabt (Jesus kann also nicht der Messias gewesen sein).

Entweder hat Jesaja an irgendeine "junge Frau" gedacht, etwa aus der Königsfamilie, die gerade ein Kind erwartete, so dass er damit eine Terminangabe machen wollte: "Noch ehe der Bub ins verständige Alter kommt …" Oder er hat im Sinne des Neuen Testaments etwas Paradoxes ausdrücken wollen: Eine Jungfrau wird schwanger werden (was, eigentlich nicht möglich ist).

Merkwürdigerweise scheint die *rabbinische Auslegung diese Stelle diskret übergangen zu haben. Mir ist jedenfalls nichts darüber bekanntgeworden.

Sehen wir uns nun einmal die ersten Kapitel von Mt und Lk genauer an, so merken wir, dass beide Evangelisten weit entfernt von primitivem heidnischen Aberglauben sind:

Maria war schwanger aus dem Heiligen Geist. [202]

Hier tritt also nicht Gott als "Erzeuger" in Funktion, sondern die Schwangerschaft Marias wurde durch den Heiligen Geist veranlasst: Wie der Geist in der Schöpfungsgeschichte bei der Schöpfung zugegen ist (Gen 1,2), so bewirkt er durch ein Wunder, eine Neuschöpfung die Schwangerschaft Marias.

Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten dich überschatten, [203]

also dieselbe Vorstellung, wenn auch mit anderen Worten.

Wir sollten hier nicht fragen, wie so etwas möglich ist, oder sollten die Jungfrauengeburt als Aberglauben belächeln, denn es geht hier doch um das schwierige Problem: Wie kann ein Mensch Gottes Sohn sein – oder: Wie kann ein göttliches Wesen, das von Anbeginn der Welt da war, Mensch werden? Wer die Jungfrauengeburt nicht anerkennen will, muss eine andere plausible Antwort finden. Ich weiß keine.

Möglich ist, dass die Sache mit der Jungfrauenschaft Marias auch ihre Ursache in der Familiengeschichte Marias und Jesu hatte: Joseph, der Mann Marias, wird merkwürdigerweise nur in der Geburts- und Kindheitsgeschichte Jesu erwähnt: Mk erwähnt weder den Namen noch einen irdischen Vater Jesu (wohl aber seine Mutter und seine Brüder). Bei Mt wird er zum letzten Mal bei der Rückkehr aus Ägypten, [204] bei Lk in der Geschichte vom zwölfjährigen Jesus erwähnt. [205] Die *altkirchliche Tradition nimmt daher an, Joseph sei als alter Mann in zweiter Ehe mit Maria verheiratet gewesen und früh gestorben.

Maria oder die "Mutter Jesu" dagegen wird noch in der Kreuzigungsgeschichte [206] und am Anfang der Apg erwähnt. [207] Nach der altkirchlichen Tradition soll sie mit Johannes nach Ephesus gegangen und dort gestorben sein. Sie war also samt ihren anderen Kindern [208] den ersten Christen persönlich bekannt. Da man von Joseph nichts hört, ist anzunehmen, dass er wirklich früh gestorben sein muss.

Ist dies nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus, und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern allhier bei uns? [209]

Dieser Satz stammt aus dem Mund der Gegner Jesu, scheint also noch den späteren Christen in Nazareth vorgehalten worden sein. Auffallenderweise fehlt hier wiederum der Vater Jesu, wobei allerdings gesagt werden muss, dass eine alte Handschrift aus dem 3. Jahrhundert liest "Der Sohn des Zimmermanns und Marias". Dies dürfte aber nur eine Angleichung an Mt sein, wo es heißt:

Ist dies nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt seine Mutter nicht Maria… ? [210]

Falls Mt, der doch den Namen des Vaters kennt, hier eine alte Tradition verwendet, so ist doch merkwürdig, dass diese nur noch den Beruf, nicht aber mehr den Namen des Vaters weiß.

Es ist auffallend, dass Jesus im Unterschied zu Johannes und seinen anderen Zeitgenossen keine "männliche", sondern eine ausgesprochen "weibliche" Theologie von einem gnädigen Gott vertritt, der die Menschen liebt und ihr Bestes will. Hängt das etwa damit zusammen, dass sein Charakter hauptsächlich durch die mütterliche Erziehung geprägt wurde? Es ist weiterhin auffallend, dass Jesus die Frau als Jüngerin voll anerkennt – auch ganz im Gegensatz zum Trend seiner Zeit. Spüren wir auch hier den Einfluss seiner Mutter?

Die jüdische *Polemik hat die Sache ganz und gar verdreht: Da die Christen behaupteten, Joseph sei nicht der leibliche Vater des Herrn gewesen, erfanden die Juden einen anderen und behaupteten, Maria habe ein außereheliches Verhältnis zu einem römischen Legionär Panthera gehabt. Wobei man ihnen vielleicht zugute halten muss, dass sie Jesus mit einem Ben Panthera verwechselt haben könnten, der mit Jesus gar nichts zu tun hat. Jedenfalls weiß die *rabbinische Überlieferung herzlich wenig über den wirklichen Jesus.

Im Johannesevangelium schließlich ist Jesus Gottes Sohn nicht erst seit der Geburt, sondern schon seit Anbeginn der Welt.

Das Schöpfungswort, mit dessen Hilfe Gott die Welt erschuf,

wurde Fleisch und wohnte unter uns. [211]

Dass Christus bei der Schöpfung beteiligt gewesen ist, weiß auch der Kolosserbrief (wiederum ein altes Lied, das der Apostel aufgreift):

Denn durch ihn ist alles geschaffen …; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in Ihm. [212]

Wir merken hier deutlich, dass es eigentlich gar nicht so sehr um die Frage geht, wie es wohl zugegangen sein mag, dass Jesus Gottes Sohn wurde, sondern Johannes hat hier tiefer hineingeblickt in das Geheimnis Gottes als seine Mitevangelisten: er hat als einziger das Wunder erfasst, dass in Jesus Gott selbst als Mensch auf die Erde gekommen ist.

Damit freilich ist eine neue Stufe der Entwicklung eingeleitet, die wir erst später behandeln können.

e) Das Leiden Jesu

Dass Jesus, in dem man den künftigen König Israels erkannt hatte, den schmählichen Tod am Kreuz erlitt, muss für seine Anhänger ein furchtbarer Schock gewesen sein.

i. Wie hat Jesus aber sein Todesschicksal verstanden?

Die Antwort wird dadurch erschwert, dass ja die Evangelien und besonders die Leidensgeschichte nicht von neutralen Berichterstattern, sondern von engagierten Christen geschrieben ist, die wussten, wie die Geschichte ausgeht, und die auch schon eine Deutung des Todes Jesu parat hatten.

Wir müssen daher folgendes im Auge behalten:

1. In die Passionsgeschichte sind Erinnerungen an Bibelstellen eingeflossen, die so gründlich in die Geschichte eingearbeitet sind, dass wir mitunter nicht mehr wissen, was echte Erinnerung ist und was Besinnung auf ein Bibelwort.

2. Die Evangelien berichten, Jesus hätte sein Schicksal im Voraus gewusst. Manche behaupten daher, die Leidensankündigungen seien von den Evangelisten gestaltet worden, um das Überraschende des Leidens abzumildern.

3. Die Leidensgeschichte ist kein historisch zuverlässiges Protokoll des Geschehens, sondern Glaubensverkündigung.

ii. War Jesus auf seinen Tod vorbereitet?

Lassen wir zunächst einmal alle Leidensankündigungen außer Acht, so stellen wir fest:

Jesus begibt sich am letzten Abend erst nach Einbruch der Dunkelheit in die Stadt. Die Vorbereitung des Passamahls überlässt er zwei Jüngern. Das könnte ein Zeichen sein, dass er sich in Jerusalem nicht mehr sicher gefühlt und sein bevorstehendes Leiden geahnt hat.

Mindestens ein Jünger, der bei der Verhaftung das Schwert zog, war bewaffnet. Dies entspricht eigentlich gar nicht der Gesinnung Jesu, die er auch seinen Jüngern eingeschärft hatte. Wenn wenigstens der eine bewaffnet war, zeigt das, dass auch die Jünger nicht ganz unvorbereitet gewesen sind.

Jesus scheint schon lange vor seiner Kreuzigung seine Jünger darauf vorbereitet zu haben, dass sie mit Schwierigkeiten rechnen müssen. Das erkennen wir daran, dass er sie zum Beispiel auffordert, "ihr Kreuz auf sich zu nehmen". Oder dass er die Zebedäussöhne fragt, ob sie bereit wären, "den Kelch zu trinken, den er trinken müsse und sich mit der Taufe taufen zu lassen, mit der er sich taufen lassen müsse". Da es bei diesen Worten um ein anderes Thema als das bevorstehende Leiden Jesu geht (Nachfolge und Rangstreit), ist anzunehmen, dass diese Vorahnungen echt sind und Jesus schon eine ganze Zeit vorher geahnt hat, welches Schicksal auf ihn wartet.

iii. Aus welchem Grund wurde Jesus verhaftet?

Die Angaben der Evangelien sind hier so widersprüchlich, dass wir annehmen müssen, dass es die Evangelisten nicht gewusst haben. Sicher wurde Jesus nicht verhaftet, weil sich ein paar *Pharisäer über ihn geärgert hatten oder gar, weil er Lazarus von den Toten auferweckt hatte. [213]

Ich könnte mir vielmehr vorstellen, dass zwei Ereignisse der letzten Tage die Aufmerksamkeit der führenden Priester auf sich gelenkt haben:

Jesu triumphaler Einzug in Jerusalem, wo er als Messias und künftiger König Israels von den galiläischen Pilgern gefeiert wurde. Dieser Einzug konnte den Priestern nicht verborgen bleiben. Da sie mit der römischen Besatzungsmacht zusammenarbeiteten, könnten sie sich im Interesse der öffentlichen Sicherheit und ihrer Macht genötigt gefühlt haben, etwas zu unternehmen.

Die Tempelreinigung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die führenden Priester diese Aktion tatenlos mit angesehen haben sollten. Das war immerhin ein Verstoß gegen die öffentliche Ordnung, und es wäre eigentlich Sache der Tempelpolizei gewesen, den Störenfried an Ort und Stelle zu verhaften. Das ist aber offensichtlich nicht geschehen – wohl deshalb, weil die Tempelpolizei angesichts der bevorstehenden Feiertage unnötige Unruhe vermeiden wollte. Also verzichtete sie auf einen massiven Einsatz und versuchte, Jesus heimlich zu verhaften – wie beschrieben in den Evangelien.

Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Jesus nicht gewusst haben sollte, was er mit seinem Einzug und der Tempelreinigung anrichten würde. Also hat Jesus diese beiden Aktionen inszeniert, entweder, um die Priester zu provozieren, oder er hat wenigstens in Kauf genommen, dass es Schwierigkeiten geben würde – also wieder ein Zeichen dass Jesus nicht blind in sein Verderben gelaufen ist, sondern dass er genau wusste, was ihm bevorstand. Das würde aber bedeuten, dass er nicht nur sehenden Auges in den Tod ging, sondern dass er vielleicht sogar bewusst Schritte unternommen hat, die ihn ans Kreuz bringen mussten. Dann aber wären seine Leidensankündigungen gar nicht so unwahrscheinlich.

iv. Was aber hat Jesus damit beabsichtigt?

Wie gezeigt, hat sich Jesus selbst "Menschensohn" genannt und hat im gleichen Atemzug auf sein bevorstehendes Leiden hingewiesen. Er hat also die Idee eines künftigen Idealherrschers nach Dan 7 mit der des leidenden Gottesknechtes nach Jes 53 verknüpft – ein Gedanke, der meines Wissens auch dem späteren Judentum nicht fremd gewesen ist.

Jesaja 53 schildert das Schicksal eines namenloses Gottesknechts, der unermessliches Leid ertragen haben muss: schwere Krankheit, Verachtung und am Schluss noch ein gewaltsamer Tod. Seine Zeitgenossen hielten ihn für einen Gezeichneten, der besonders schwere Schuld auf sich geladen haben musste, dass ihn Gott so hart strafte. Erst nach seinem Tod erkannten sie, dass dar Gottesknecht unschuldig wer, ja dass er bestraft Wurde für Sünden, die die anderen begangen hatten. Um seinetwillen sollte es den anderen gutgehen. Er kriegte die Strafe, die anderen blieben unbehelligt. – Hier wird erstmals in der Bibel der Gedanke des stellvertretenden Leidens entfaltet.

Hat Jesus dieses Leiden des Gottesknechts bewusst auf sich genommen, um tatsächlich, wie es die spätere kirchliche Lehre will, stellvertretend für sein Volk zu leiden? Hat sich das alles nicht nur so ergeben, sondern hat er sein Schicksal bewusst und absichtlich so geplant? Wollte er die Gottesknechts-Weissagung etwa absichtlich erfüllen, so wie andere etwa eigenmächtig als Revolutionäre die Messias-Weissagung erfüllen wollten?

Dann wären seine Leidensankündigungen nicht Prophezeiungen, sondern eine Art Programm, das er angekündigt hat, das seine Jünger aber nicht ernst genommen oder verstanden haben.

v. Mit welchen Gefühlen ist Jesus gestorben?

Hier ist sein letztes Wort entscheidend, das uns bei Mk und Mt überliefert ist:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? [214]

Manche legen dieses Wort so aus, als habe Jesus fest mit dem Eingreifen Gottes gerechnet und sei nun bitter enttäuscht gewesen, weil nichts geschah. Er habe sich nur deswegen widerstandslos verhaften und kreuzigen lassen, weil er glaubte, Gott werde ihn schon nicht im Stich lassen.

Das Gespött der Zuschauer scheint dieser Meinung Recht zu geben. Die Zuschauer meinen, jetzt müsse sich ja doch das Gottvertrauen Jesu beweisen; wenn er wirklich Gottes Sohn sei, müsste ihm Gott auch helfen.

Sehen wir uns aber nun einmal genau dieses letzte Wort Jesu an, so stellen wir etwas ganz anderes fest:

Die Evangelisten haben uns nicht nur den griechischen Wortlaut, sondern auch den semitischen Text dieses letzten Wortes überliefert; da beginnt aber die Schwierigkeit: In den besten Mk-Handschriften steh aramäisch

eloi, eloi, lema sabachthani

eigentlich: älahi, älahi, lemah schebaktani

Nun stammt aber dieses Wort eindeutig aus Psalm 22,2. Darum haben jüngere Handschriften, auch die uns geläufige Lutherübersetzung den originalen hebräischen Wortlaut des Psalms:

eli, eli, lama asabtani

Was hat Jesus nun wirklich gesagt? Nach den Regeln der Textkritik ist der aramäische Wortlaut zweifellos der schwierigere und müsste darum der bessere sein. Es ist leicht zu erklären, warum spätere Handschriften den hebräischen Text eingesetzt haben. Da aber Jesu Muttersprache aramäisch gewesen ist, müsste er diese Worte spontan formuliert haben – natürlich in Erinnerung an den Bibelvers und so seiner Verzweiflung Ausdruck verliehen haben.

Nun hat aber die Sache doch eine Schwierigkeit: Die Leute unterm Kreuz verstehen das Wort Jesu nicht und hören etwas von "Elija" heraus. Dieses Missverständnis ist aber viel einleuchtender, wenn Jesus nicht Älahi oder Elohi, sondern wirklich hebräisch-biblisch Eli gerufen hat. Dann aber war das kein Schrei der Verzweiflung, sondern ein Gebet. Der Mann, der als von Gott verlassen verspottet wird, bringt noch im Sterben die Kraft auf, sich auf einen passenden hebräischen Psalm zu besinnen, den er freilich nicht mehr zu Ende beten kann. Und die Leute unterm Kreuz können mit dem Bibelvers nichts anfangen, weil sie die Sprache nicht verstehen, und hören etwas von dem Volksaberglauben heraus, nach welchem Elija in besonderer Gefahr als Nothelfer angerufen werden kann.

Das ist also Zeichen, dass Jesus nicht voll Verzweiflung, sondern voll Gottvertrauen gestorben ist. Er fühlte sich keineswegs von Gott verlassen, sondern begann mit letzter Kraft den passenden Leidenspsalm zu beten, der mit den Worten endet:

Er wird Nachkommen haben, die ihm dienen; vom Herrn wird man verkündigen Kind und Kindeskind. Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird, denn er hat's getan. [215]

Lk und Johannes haben also die Situation richtig erfasst, wenn sie als letztes Wort des Herrn zwei andere Ausrufe bringen:

Vater, in Deine Hände befehle ich Meinen Geist. [216]

beziehungsweise

Es ist vollbracht. [217]

Jesus hat also seine Rolle als leidender Gottesknecht bis zum Ende durchgehalten.

Die spätere Kirche hat Jesu Tod als stellvertretenden Sühnetod für unsere Sünden verstehen gelernt. Die Geschichte von den Emmausjüngern [218] zeigt uns, dass diese Erkenntnis nicht spontan gekommen ist, sondern dass der auferstandene Herr das seiner Gemeinde beigebracht hat. Ich habe versucht, wahrscheinlich zu machen: Genau diese Deutung war bereits vom irdischen Jesus beabsichtigt. Sie ist also keine zufällige Erklärung, die auch falsch sein könnte, sondern entsprach genau der Absicht Jesu.

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[158] Jh 1,35-51

 

 

[159] Mt 3,2 von Johannes, Mt 4,17 von Jesus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[160] Mt 19,1-9

 

 

[161] Mt 5,38-48

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[162] Mk 7,14-23

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[163] Mk 12,41-44

 

 

[164] Mt 25,31-46

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[165] Mt 14,22-33

 

 

 

[166] Mt 7,12, ähnlich aber auch Tobias 4,16 und die jüdischen Weisen Hillel (+ 15 n. Chr.), Akiba (+ 135 n. Chr.) und Philon(+ 135 n. Chr.).

[167] Mt 5,44, vergleiche Röm 12,17; 1. Thess. 5,15; 1. Petrus 3,39

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[168] Mk 14,36; Röm 8,15; Gal 4,6

 

 

 

 

 

 

[169] Mt 26,39

 

 

 

[170] Mt 6,4

[171] Mt 6,26

[172] Mt 5,16

[173] Lk 11,2

[174] Mt 6,9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[175] Ex 20,5.6

 

 

[176] Ex 34,64

 

 

 

 

[177] 1. Jh 4,7-16

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[178] den Evangelien nur 1 mal im Mund des Täufers

[179] ohne "Gnade finden vor Gott" und "keine Gnade"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[180] Gen 4,14 "Ich muss mich vor Deinem Angesicht verbergen"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[181] Mt 11,21-30 // Lk 10,21+22

 

 

 

 

 

 

 

 

[182] Mt 24,36 // Mk 13,32

 

 

 

 

 

 

 

 

[183] Mt 28,19

 

 

 

 

[184] Mk 14,61

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[185] Ps 2,7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[186] 2 Sam 7,14

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[187] 2,13.16.18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[188] Apg 13,33

 

 

 

 

 

 

[189] 2 Petr 1,16-18

 

 

 

[190] Mk 9,1-8

[191] Mk 8,27-30

 

 

 

 

[192] Mk 16,8


 

[193] 1 Kor 15,5

 

 

 

 

 

 

 

[194] Mk 9,7

[195] Röm 1,4 zitiert Paulus ein altes Bekenntnis, wonach der von einer Frau geborene Mensch Christus durch die Auferstehung zum Sohn Gottes eingesetzt wurde.

 

 

[196] Mt 16,17

 

 

 

[197] Phil 2,5-11, ein christliches Lied, das Paulus zitiert

[198] Gal 4,4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[199] Mt 4,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[200] 'Gott mit uns'

[201] Jesaja 7,14, zitiert Mt 1,23

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[202] Mt 1,18+20

 

 

 

 

 

 

[203] Lk 1,35

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[204] Mt 2,22

[205] 2,51

 

 

[206] Jh 19,25-27

[207] Apg 1,14

[208] Mk 6,3; Apg 1,14

 

 

 

[209] Mk 6,3

 

 

 

 

 

 

[210] Mt 13,55

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[211] Jh 1,14

 

 

 

[212] Kol 1,15-17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[213] Jh 11,46-53

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[214] Mk 15,34

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[215] Ps 22,31.32

 

 

 

 

[216] Lk 23,46 = Ps 31,6

 

 

[217] Jh 19,30

 

 

 

 

[218] Lk 24,13-35

 

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Übersicht

 

 

 

Datum: 1983 / 2007

Aktuell: 26.03.2016