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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Ursprung und Bedeutung der blutigen Opfer

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Jägerkulturen leben davon, dass sie Tiere töten und verzehren. Ihr Kult besteht im Wesentlichen darin, dass, sie den "Herrn der Tiere" wegen des Verlustes seines Schützlings wieder versöhnen müssen. Also 1 . Tötung eines Tiers, deshalb 2. Versöhnung der Gottheit.

Als die Menschen zu anderen Wirtschaftsformen übergingen, behielten sie diesen Versöhnungsgedanken bei, u. zw. in der angegebenen Reihenfolge. Da sie aber jetzt keine wilden Tiere töteten, sondern ihre eigenen, konnten sie durch die Tötung auch keine Gottheit mehr erzürnen. Da aber der Versöhnungsgedanke des Blutopfers noch lebendig war, benutzte man nun den blutigen Tod eines Tieres, um die Gottheit zu versöhnen.

Dazu kommen sicher noch andere Überlegungen:

  • Erstlingsopfer der Viehzüchter: Die Gottheit bekommt auch ihren Teil.

  • Animalisches Leben wird geopfert, um vegetatives Leben zu stärken.

  • Kopfjagd, und Kannibalismus zur Stärkung der eigenen Lebenskraft.

  • Der Verbrecher wird geopfert, um das Heil der Gemeinschaft. nicht zu gefährden.

Da Opfer Überbleibsel der Jägerkultur war und nicht in der Ackerbau- oder Hirtenkultur organisch entstanden ist, hat es sich von selbst überlebt. Der Opferbrauch ist in vielen Religionen (z. T. unter Einfluss der monotheistischen Hochreligionen) seit der Zeitenwende außer Gebrauch gekommen.

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Datum: 1980 / 2015

Aktuell: 26.03.2016