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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Etymologie

gucken

nhd. 'schauen'

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  • japhet. *кëu- 'biegen, wölben'

    • japhet. *gʰëu- 'biegen, bücken, bewegen, verbergen'

      • japhet. *gʰëuƺʰ- 'heimlich tun, hehlen, verbergen'

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        • aind. गुह् guh 'verbergen, verhüllen. geheim halten', गुहा gúhā 'Versteck', गोह् gōh 'Versteck, Lager'

        • awest. gaoz- 'verbergen, verstecken'

        • apers. gaud- 'verbergen, verstecken'

        • anord. gýgr 'mythische Höhlenbewohnerin'

          • ädän. gyg 'ein Unterirdischer', gyger 'Mörder, Räuber'

          • norw. gyger 'Riesin, Trollweib'

        • lit.

          • gū̃žti 'mit etwas Warmen zudecken, warm betten'

          • gúožtis, gū̃žtis, gaũžtis 'sich hinkauern'

          • gū́žis 'Brutnest der Vögel'

        dazu stellt Kluge 2002: dt. gucken 'aus einem Versteck herausspähen'
        Dazu passt das Kuckuckspiel mit kleinen Kindern: Man hält sich die Hand vors Gesicht und sagt "kuckuck".

        • mhd. 12" gücken, gucken 'neugierig schauen'

          • nhd. gucken 'neugierig hinsehen, hinaus- / herausschauen, etw. ansehen; hervorragen, sichtbar werden'

            • > norddeutsch kucken 'schauen'
              sdt. g = ndt. k auch bei shess. gieksen 'stechen' / kieken 'schauen', gille gille / kille kille (kitzeln), Guckuck / Kuckuck
              also wohl nicht < gucken x kieken

nicht hierher: ndt. kieken, eigentlich 'stechen'

 

Schrift: ARIAL UNICODE MS

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Systematik

 

Sprachecke 03.05.2016

 

Datum: 2011

Aktuell: 28.04.2016