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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Etymologie

Kuttelkompromiss

 nhd. 'fauler Kompromiss'

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Der Ausdruck bezieht sich wohl auf die äsopische Fabel vom törichten Hirsch: Ein Fuchs jagt mit großer Mühe für einen kranken Löwen einen Hirsch, der aber friss die Beute allein auf, ohne seinem Helfer etwas abzugeben. Schließlich gelingt es dem Fuchs, das Hirn beiseite zu schaffen und zu fressen. Der Löwe aber führt kleinlich eine Liste aller Eingeweide (Kutteln) und fragt den Fuchs, ob er das Hirn gesehen habe. Antwort: "Dieser Hirsch hatte kein Hirn, das siehst du daran, dass er zweimal in die Falle getappt ist, die ich ihm gestellt hatte." 

   

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Übersicht

 

Babrios: Äsopische Fabeln. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 2648 (vgl. Ant. Fabeln, S. 291) (c) Aufbau-Verlag http://www.digitale-bibliothek.de/band30.htm

Sprachecke 22.01.2008

 

Datum: 2005

Aktuell: 07.04.2016