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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Heilige Schrift

Sprachecke in den Echo-Zeitungen

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Kreuzdenker, Wissenswertes über das Neue Testament
…, Bibellesen leicht gemacht

 

[1] 1521 auf der Wartburg begonnen und bis zu seinem Tod 1546 dran gearbeitet, Martin Luther – Wikipedia

[2] …, Sprachecke: Lutherdeutsch

[4] mit Apokryphen, ohne 66: Eine Bibel, viele Bücher

 

 

 

Das bedeutendste Werk Luthers und der Reformation ist die Bibelübersetzung. 25 Jahre haben Luther und seine Mitarbeiter daran gearbeitet,[1] übersetzt aus zwei Sprachen, die nur wenige konnten, in ein Hochdeutsch, das erst im Entstehen begriffen war[2] und durch diese Übersetzung entscheidend geprägt wurde.
Schon vorher hatte Luther klargestellt, dass für Glauben und Leben der Christen keine kirchlichen Gremien maßgeblich sind, sondern das Grundgesetz des Christentums: die Bibel. Das gilt auch heute: Die Kirchen stehen unter dem "Wort Gottes", nicht darüber, und sind an die Bibel gebunden.

Warum heißt die christliche Heilige Schrift Bibel?[3] Das deutsche Wort wurde um 1300 übers Lateinische aus griechisch biblia 'Bücher' übernommen. Die Mehrzahl steht, weil die Bibel eine Sammlung von 73[4] einzelnen Schriften ist, die erst in frühchristlicher Zeit in einem Pergamentband vereinigt wurden. Die ältesten Teile der Bibel standen auf Papyrusrollen, die sich nicht falten ließen.
Bíblos, býblos ist das griechische Wort für 'Papyrus', das aus einer Sumpfpflanze gewonnene Schreibblatt.
[5] Mittellateinisch biblos, nordfriesisch bàwel bedeutet 'Binse'. Auch die Binse, aus der man Matten flocht, ist eine Sumpfpflanze, vergleichbar mit der ägyptischen Papyruspflanze. Zugrunde liegt also ein europäisches Wort.

Warum nennt man die Bibel auch Gottes Wort? Weil darin Worte stehen, die einer inneren Eingebung entsprungen sind, man kann auch sagen, von Gott kamen. Spontane, gute Ideen gibt's auch heute noch, auch wenn nicht jeder dafür empfänglich ist. Ob ein Einfall gut und ein Gedanke richtig ist, entscheidet nicht die Mehrheit. Er muss sich aber in der Wirklichkeit bewähren.

 

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Echo Online

 

 

Datum: 31.10.2017

Aktuell: 16.02.2018