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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Sprachecke in den Echo-Zeitungen

Fragen und Antworten

Aschkuchen

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Frage:

Aschkuchen ist im Sächsischen Bezeichnung für einen Napfkuchen. Mit Asche hat das sicher wieder nichts zu tun, aber mit was dann? Da ich in Sachsen aufgewachsen bin, habe ich noch die Bezeichnung für die Zinkbütte zum Wäschewaschen als Asch im Ohr.

 

 

   

 

Meine Antwort:

Aschenkuchen oder Aschenbrot ist ein einfacher Fladen, der in der Herdasche gebacken wurde. Ich habe das selbst schon probiert, allerdings nicht auf einem altmodischen Küchenherd mit offenem Feuer, sondern bei einem Feuerchen im Freien, direkt auf der Erde. Das Ergebnis war nicht befriedigend. Die Asche klebte am Teig und war kaum wegzubekommen. Bei einem gemauerten Herd lässt sich das wohl eleganter lösen, denn die Steine heizen sich auf und man kann die Asche vorher abkehren, da bleibt das Gebäck sauber.

Das fiel mir zu diesem Thema ein. Man müsste dann einen komplizierten Entwicklungsgang vom Fladen zum Kuchen annehmen. Nun schreiben Sie aber, und das bestätigt auch mein Wörterbuch, das sächsisch Asch eine Art Gefäß ist, u. zw. ursprünglich aus Eschenholz. Es muss ja nicht gleich eine Zinkbütte gewesen sein. Eine normale Kuchenform hat's sicher auch getan. Das wird also die richtige Erklärung sein.

 

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Datum: 2008

Aktuell: 26.07.2016