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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Sprachecke in den Echo-Zeitungen

Fragen und Antworten

drock

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Frage:
Woher kommt  das norddeutsche drock 'schnell, hektisch, flott'?

 

 

   

 

Meine Antwort:

Ndt. drock 'eilig', Drock 'Eile, Unruhe, Aufsehen' kommt von mnd. drok, druk 'beschäftigt, eilig', verwandt mit  ndl. druk 1. 'das Drücken', 2. 'lebhaft, flott, geschäftig, eifrig, rührig'. Wie diese Gegenüberstellung zeigt, ist mnd. drok eine Nebenform von druk und hängt daher mit drücken zusammen. Wenn man "drock" ist, steht man unter Druck, wird hektisch und bemüht sich flott zu arbeiten.

Dass in den alten Formen dieses Wortes nur einfaches k steht, braucht Sie nicht zu irritieren. Das war der allgemeine Brauch, wie heute noch im Ndl. (druk / drukken).

 

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Datum: 2012

Aktuell: 26.07.2016