Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Eigene Gedichte

An den Hahner Heimatdichter Strauch

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Liewer Herr Strauch!

Veel Post hon ich vun Ehne kriggt unn veel in Verse ausgedrickt. Jetz les ich ewe in der Zeidung, - ich sitz als mol off meune Leidung - Sie hënn Ehrn Åchtzighsde gefeiert.

Do hon ich meun Gribs mol oogeleiert un mach Ehne aah mol e Gedicht. Domit dånk ich Ehne fer des Licht, wo Sie mer oogesteckt fer Johrers åcht, wie Se mer domols mit Bedåcht erklërt, daß Christe unn Sozialiste sich eighentlich verdråhe mißte, weil doch schun in de Bibel steht, daß zunenånner basse dët, des Reich vun Godd, wie's Jesus nennt, unn e Weld, in der ma lewe kennt.
Ich hadd in de vegångne Zeit schun efders die Gelejenheit zu merke - ohne

Werrerbadd:

Herr Strauch, Sie harre recht gehatt!

Herzliche Glickwinsch unn nochdräghlich alles Gure!

Ehrn

Heinrich Tischner

 

 

   

 

Lieber Herr Strauch!

Viel Post habe ich von Ihnen kriegt und viel in Versen ausgedrückt. Jetzt lese ich eben in der Zeitung,  ich sitze alls mal auf der Leitung - Sie hätten Ihren Achtzigsten gefeiert.

Da habe ich meinen Grips mal angeleiert und mache Ihnen auch mal ein Gedicht. Damit danke ich Ihnen für das Licht, wo Sie mir angesteckt vor Jahrers acht, wie Sie mir damals mit Bedacht erklärt, dass Christen und Sozialisten sich eigentlich vertragen müssten, weil doch schon in der Bibel steht, dass zu einander passen täte das Reich von Gott, wie es Jesus nennt, und eine Welt in der man leben könnte.

Ich hatte in der vergangenen Zeit schon öfters die Gelegenheit zu merken - ohne Widerpart (Widerspruch):

Herr Strauch, Sie hatten Recht gehabt!

Herzliche Glückwünsche und nachträglich alles Gute!

Ihr

Heinrich Tischner

   

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Datum: 26.07.1976

Aktuell: 26.03.2016