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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Sigurdslied

von den Faröern

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Vorsänger: Wollt ihr hören nun mein  Lied? Viel kann ich sagen

von der großen Kön'ge Zeit, von Altvätertagen.

Alle: /: Grani trug Gold von der Heide :/

Hei, wie fuhr das Schwert aus der Scheide!

Sigurd traf den Drachen gut, Grani trug Gold von der Heide.

 

Brünhild sitzt im großen Saal, strahlend von allen.

Keiner kann der stolzen Frau als Freier gefallen.

 

"Hör das, Brünhild, Tochter mein, bringst mich in Schande!

Keinen Freier wählst du dir der Herren im Lande."

 

"Schweiget, schweiget, Vater mein, Wahrheit zu hören:

Einen Helden fern im Ost hab ich mir lang erkoren.

 

Keiner mehr an Gold gewann, keiner an Ehren:

Sigurd, der den Drachen schlug, mur dem will ich gehören."

 

"Hör das, Brünhild, Tochter mein, höre meine Frage!

Wie bezwingst du Sigurd dir, den keiner noch bezwungen?"

 

"Setz mir einen goldnen Stuhl auf ödem Berge,

lass mit Runen ihn beschlag'n durch zauberkund'ge Zwerge!"

 

Brünhild sitzt auf goldnem Stuhl auf öder Höhe,

um den Berg herum im Kreis brennt die Waberlohe.

 

Keiner ritt auf Brünhilds Berg. Sigurd der frohe

sprengt auf Grani, seinem Ross, durch Rauch und Waberlohe.

 

Brünhild sitzt auf goldnem Stuhl eisenumkleidet.

Sigurd hebt das scharfe Schwert, die Brünne er zerschneidet.

   

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Datum: 2006

Aktuell: 26.03.2016