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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Die Leidensgeschichte Jesu

II. Historisches

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A. Die Evangelien als einzige Quellen

1. Außer-christliches

a) Römische Zeugnisse

b) Das jüdische Jesusbild

2. Was bedeutet das spärliche Zeugnis?

a) Das "Testamentum Flavianum"

i. Die gefälschte Stelle lautet in der geläufigen Fassung:

ii. Eine objektivere Darstellung steht in der arabischen Übersetzung:

b) Die Schriftsteller konnten nicht viel Jesu wissen

i. Josephus

ii. Rabbinen

iii. Römische Historiker

3. Die Evangelien sind also die einzigen Quellen

a) Die Absicht der Evangelien

b) Wir wissen auch nicht mehr und nichts besser.

c) Vier verschiedene Darstellungen

4. Die apokryphen Evangelien

B. Außerbiblische Informationen

1. Jüdisches

a) Zum Leben Jesu

b) Zum Prozess Jesu

i. Jüdische Strafen

ii. Die jüdische Prozessordnung

iii. Der Fall Jesus, Sohn des Ananus

iv. "Wir dürfen niemand töten."

c) Wein mit Myrrhe

d) Das Zerreißen des Tempelvorhangs

e) Die Beisetzung von Gekreuzigten

2. Griechisches

3. Das Todespassah

a) Der Passahtermin

b) Termin des Todespassah

i. Johannes hatte bessere Informationen als Markus

ii. Pharisäischer und Sadduzäischer Kalender

iii. Qumran

 

A. Die Evangelien als einzige Quellen

Die Evangelien sind die einzigen Quellen, die uns über Leben und Wirken Jesu berichten, und sie sind auch die einzigen Quellen, aus denen wir über sein Leiden und Sterben erfahren.

1. Außerchristliches

a) Römische Zeugnisse

Außerchristliche Erwähnungen Jesu bei Josephus, Tacitus, Suetonius nennen nicht mehr als seinen Namen und geben uns keine zusätzlichen Informationen.

b) Das jüdische Jesusbild

Das spätere Judentum hat ein abweichendes Bild Jesu, das zum Teil von Auseinandersetzungen mit christlichen Aussagen geprägt ist (z.B. Jesus war ein uneheliches Kind, sein Vater war ein römischer Legionär; er wurde als Zauberer hingerichtet). Insgesamt hat man den Eindruck, dass die Juden Jesus aus ihrer Erinnerung gestrichen hatten und erst später durch die Auseinandersetzung mit den Christen wieder kennen lernten.

2. Was bedeutet das spärliche Zeugnis?

Kann man aus dem Schweigen der großen Historiker und der jüdischen Unkenntnis schließen, dass die Jesusbewegung eine ziemlich bedeutungslose Angelegenheit war?

a) Das "Testamentum Flavianum" [1]

Wir wissen über die Verhältnisse in Palästina zur Zeit Jesu hauptsächlich aus den Werken des Flavius Josephus, der in der 2. Hälfte des Basis-Jahrhunderts lebte, also die Jesusbewegung selbst nicht mehr erlebt hat. Er erwähnt Jesus an zwei Stellen, einmal als Bruder des Jakobus.

An der anderen Stelle wird Jesus dermaßen positiv dargestellt, dass man im allgemeinen annimmt, die Stelle sei von einem christlichen Abschreiber eingefügt worden. Wahrscheinlicher aber ist, dass der christliche Abschreiber die Originalstelle durch eine christliche Darstellung ersetzt hat. Da Josephus Johannes den Täufer erwähnt, wäre es verwunderlich, wenn er Jesus ganz außer acht gelassen hätte.

i. Die gefälschte Stelle (1) lautet in der geläufigen Fassung:

"Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Helden an sich. Er war der Messias. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorherverkündigt hatten. Und noch bis auf den heutigen Tagt besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort." [2]

ii. Eine objektivere Darstellung (2) steht in der arabischen Übersetzung:

"Zur gleichen Zeit gab es einen weisen Mann, der Jesus genannt wurde. Und er hatte einen geziemenden Lebenswandel und war bekannt für seine Güte. Zahlreiche Menschen unter den Juden und den restlichen Völkern waren seine Schüler. Pilatus verurteilte ihn zu Kreuzigung und Tod, doch seine Schüler gaben seine Lehre nicht auf. Sie berichteten, er sei ihnen drei Tage nach seiner Kreuzigung erschienen, und dass er lebendig war. Vielleicht ist er der Messias, über den die Propheten Wunder erzählten." [3]

Auch dieser Text kann nicht der ursprüngliche sein:

  • Nach dem Kirchenvater Origenes hatte Josephus nicht geglaubt, dass Jesus der Messias war.

  • Man kann nicht behaupten, dass der Verfasser dieses Textes die christlichen Glaubenssätze anzweifelt.
    Wenn er Zweifel gehabt hätte, hätte er sie deutlicher zur Sprache gebracht, etwa: Sie behaupteten, er sei auferstanden, er sei der Messias.

Umgekehrt müssen wir feststellen, dass Josephus andere Wundergeschichten sehr unkritisch erzählt. Warum sollte er dann nicht die ihm bekannten christlichen Erzählungen genauso unkritisch wiedergegeben haben wie andere Wundergeschichten?

Es ist also wahrscheinlich, dass der arabische Text zwar ebenfalls christlich überarbeitet, aber keine gänzliche Neufassung ist. Dann könnte sich der ursprüngliche Text 0 zu 1 verhalten wie 1 zu 2: jeweils stärker bearbeitet und ergänzt.

Was könnte im ursprünglichen Text gestanden haben? Damals lebte ein weiser Mann namens Jesus ... Er hatte viele Schüler ... Pilatus verurteilte ihn zum Tod am Kreuz. Aber seine Anhänger gaben seine Lehre nicht auf. Sie behaupteten, er sei ihnen nach der Kreuzigung als lebendig erschienen, und sagten, er sei der Messias, von dem die Propheten Wunder erzählte.

b) Die Schriftsteller konnten nicht viel Jesu wissen

i. Josephus

Mehr als ein paar Zeilen wird also auch der ursprüngliche Text nicht für Jesus verwendet haben.

Wie konnte eine für uns so wichtige Lebensgeschichte und Volksbewegung schon zwei Generationen später in Vergessenheit geraten sein?

Christentum und pharisäisches Judentum hatten sich zur Zeit von Josephus auseinander gelebt. Diejenigen, die zu Jesus hielten, waren Christen geworden, die Nachkommen der anderen waren bei ihrer ablehnenden Haltung geblieben. Die radikaleren Anhänger Jesu (unter ihnen Petrus, Jakobus Zebedäussohn, Stephanus, Barnabas) waren verfolgt, getötet oder vertrieben worden. Nur eine gemäßigte Minderheit unter dem Herrenbruder Jakobus konnte sich in Jerusalem behaupten, und selbst der gemäßigte Jakobus wurde schließlich getötet. Die judenchristliche Minderheit war während des jüdischen Krieges, an dem Josephus maßgeblich beteiligt war, ins Ostjordanland geflohen, und in der 2. Hälfte des Basis-Jahrhunderts, als Josephus seine Werke schrieb, eine wirklich nur noch unbedeutende Gruppe, die zudem auch noch aus dem jüdischen Gemeinde ausgeschlossen wurde. Woher hätte also Josephus Jesu etwas wissen sollen?

ii. Rabbinen

Genauso wenig dürfen wir uns über die Unkenntnis des rabbinischen Schrifttums wundern.

Wie Jesus selbst haben die großen Schriftgelehrten der ersten Jahrhunderte ihre Lehre aus Prinzip nur mündlich an ihre Schüler weitergegeben. Erst Jahrhunderte später hat man die alten Überlieferungen aufgeschrieben. Aus dem ersten Jahrhundert ist uns also von den Rabbinern schriftlich gar nichts und mündlich nur ganz wenig erhalten. Die Schriftgelehrten hatten aber anderes zu weiterzugeben als Sprüche oder Geschichten ihres Kollegen Jesus, nämlich ihre eigene Lehre. Und selbst die ist uns nur bruchstückhaft erhalten.

iii. Römische Historiker

Und schließlich brauchen wir uns gar nicht zu wundern, wenn die römischen Historiker über Jesus schweigen und auch keine anderen Quellen wie z.B. Prozessakten überliefert sind. Was interessierte die römischen Cäsaren und das römische Imperium die Geschichte eines Sektenführers im Regierungsbezirk Judäa? Mit demselben Recht schweigt das Neue Testament ja auch über die Verhältnisse am Kaiserhof oder die Schlacht im Teutoburger Wald. Es sind eben verschiedene Themen, die Evangelien und die römischen Historiker behandeln.

Wir dürfen auch nicht die Kenntnisse eines Historikers wie Josephus, Lukas oder Tacitus überschätzen. Was wissen wir denn noch über die Hitlerzeit? Sind wir in der Lage, Kriegserlebnisse unsrer Väter und Großväter zu erzählen und uns dabei auch noch an Namen und Orte richtig zu erinnern? So gesehen müssen wir uns mehr über das wundern, was diese Historiker wissen als über das, was sie nicht wissen.

3. Die Evangelien sind also die einzigen Quellen, aus den wir Genaueres über Jesus erfahren.

a) Die Absicht der Evangelien

Es wird immer wieder betont, dass die Evangelisten keine objektiven Geschichtsschreiber waren, sondern dass sie ihre Leser zum Glauben an Jesus bekehren oder in diesem Glauben bestärken wollten (Johannes 20,31). Wir werden also nicht nur Erinnerungslücken und historische Irrtümer, sondern auch diese Absicht im Auge behalten müssen, wenn wir versuchen wollen, die Leidensgeschichte Jesu zu rekonstruieren.

Vor allem setzen sich die Evangelisten nicht mit den Ungläubigen aus der Zeit Jesu, sondern mit denen ihrer eigenen Zeit auseinander. Die Gegner, die in den Evangelien beschrieben werden, sind die Gegner der Evangelisten und nicht die historischen Gegner Jesu! Die feindlichen Juden der Evangelien sind die nichtchristlichen Juden Ende des Basis- Jahrhunderts nach einer langen, auch blutigen Auseinandersetzung, nicht aber die Masse des jüdischen Volks zur Zeit Jesu. Der zögernde, loyal denkende Pilatus ist auch das Spiegelbild einer römerfreundlichen Haltung der Christen, die immer noch auf römische Anerkennung hofft, nicht nur eine genaue Erinnerung an den brutalen römischen Prokurator ohne jedes Fingerspitzengefühl, der im Jahr 36 wegen Unfähigkeit und Amtsmissbrauch abgesetzt wurde.

b) Wir wissen auch nicht mehr und nichts besser.

Da die Evangelien die einzigen Quellen sind, dürfen wir nicht dem Irrtum verfallen, wir wüssten vieles besser. Es gibt zwar Gründe, die eine oder andere biblische Überlieferung in Frage zu stellen.

  • Vielleicht ist das mit der Jungfrauengeburt wirklich nur eine Legende. Dann können wir aber über den leiblichen Vater Jesu nichts sagen, wenn wir nicht Josef als Vater annehmen.

  • Vielleicht ist Jesus gar nicht in Bethlehem geboren. Dann aber können wir nicht behaupten, er sei in Nazareth auf die Welt gekommen.

Wir haben keine anderen Informationen, und wenn wir das nicht glauben wollen, was überliefert ist, dann können wir ehrlicherweise nur sagen "Wir wissen es nicht."

  • Wir können auch bezweifeln, dass das Geld die Triebfeder für den Verrat des Judas war; aber es ist uns nur dies eine Motiv überliefert. Alles andere sind mehr oder weniger intelligente Spekulationen, die durch die Überlieferung nicht gedeckt sind.

c) Vier verschiedene Darstellungen

Wir haben allerdings das Glück, dass uns vier verschiedene Darstellungen in den Evangelien überliefert sind. Hier haben wir selbstverständlich das Recht, eine bestimmte Darstellung für glaubwürdiger zu halten als eine andere. Aber auch da können wir nicht mehr wissen als das, was uns überliefert ist. Wir glauben's oder glauben's nicht, aber wir wissen's nicht besser.

Die mitunter widersprüchlichen Darstellungen der Evangelisten sind vielleicht der beste Hinweis dafür, dass es wirkliches Geschehen ist, das uns da überliefert wird und nicht erfundene Geschichten: Augenzeugen haben z.B. das Recht, sich zu irren, was sich ein Historiker nicht leisten kann. Augenzeugen haben das Recht, Namen zu verwechseln oder die Hintergründe nicht zu verstehen. Es stehen sogar viele Augenzeugen dahinter, die uns die Jesusgeschichten in verschiedenen Variationen überliefert haben. Augenzeugen waren zunächst aber nur die Gewährsleute, nicht unbedingt die Evangelisten selbst.

4. Die apokryphen Evangelien

Außer den biblischen Evangelien berichten auch die apokryphen Evangelien von Petrus und Nikodemus (beides Fälschungen) über das Leiden Jesu. Sie haben aber nur wenige neue Informationen zusätzlich zu dem, was wir ohnehin wissen, und scheinen von den biblischen Evangelien auszugehen. Sie können uns allenfalls Hinweise geben, wie man die eine oder andere Bibelstelle in der Urgemeinde verstanden hat.

B. Außerbiblische Informationen

1. Jüdisches

a) Zum Leben Jesu

Der Kölner Professor Johann Maier hat wahrscheinlich gemacht, dass die frühe jüdische Überlieferung keine ursprünglichen Erinnerungen an Jesus aufbewahrt hat. Vielmehr hat man anscheinend Namen verwechselt oder überlieferte Nachrichten nachträglich auf Jesus Christus bezogen.

Die wichtigste Stelle geht von der Pflicht aus, Entlastungszeugen zu suchen und lautet: Am Freitag und Vorabend des Passah hängte man Jesus (den Nazoräer), und der Ausrufer ging 40 Tage vor ihm aus: 'Er geht hinaus, um gesteinigt zu werden, weil er gezaubert hat und Israel verleitet und verführt hat. Jeder, der etwas zu seiner Entlastung weiß, komme und bringe (die Entlastung) für ihn vor.' Aber sie fanden keine Entlastung und hängten ihn am Freitag und Vorabend des Passah. – Es sagte Ulla (ein Rabbiner): 'Meinst du denn, er wäre einer gewesen, für den man eine Entlastung hätte erwarten können? Er war doch ein Verleiter zum Götzendienst ... Mit Jesus war es anders, da er der Herrschaft nahe stand.

Hier wird also überliefert, ein Zauberer sei am Vorabend des Passah gesteinigt und die Leiche anschließend zur Abschreckung auf einen Pfahl gesteckt worden. Weil er Freunde oder Verwandte bei der Regierung hatte, habe man versucht, ihn zu retten, indem man 40 Tage lang Entlastungszeugen suchte. - Ulla scheint diesen Zauberer von Jesus zu unterscheiden.

Maier weist mit Recht darauf hin, dass die Ähnlichkeiten mit der Jesuspassion sehr oberflächlich sind, und vermutet, dass der Name Jesus der Nazoräer erst im Mittelalter eingetragen wurde, um den jüdischen Vorwurf zu erhärten, Jesus Christus sei ein Gotteslästerer gewesen, und um die jüdische Behörde von dem Vorwurf zu entlasten, sie habe Jesus leichtfertig zum Tod verurteilt. Der Beiname Nazoräer  fehlt in einigen Handschriften. Es ist der übliche jüdische Beiname des Jesus "von Nazareth".

b) Zum Prozess Jesu

i. Jüdische Strafen

Die Juden vollstreckten in der Regel vier Arten von Todesstrafen: Enthauptung, Erdrosselung, Verbrennung und Steinigung. Bei der Steinigung wurde der Verurteilte einen Steilhang hinabgestoßen; die Belastungszeugen zertrümmerten ihm mit schweren Steinen den Brustkorb. Als Strafverschärfung konnte die Leiche zur Abschreckung auf einen Pfahl gespießt und öffentlich ausgestellt werden. In Ausnahmefällen haben jüdische Hohepriester auch die Kreuzigung verhängt.

ii. Die jüdische Prozessordnung sieht vor:

  • Im Zweifel für den Angeklagten.

  • Zeugenaussagen gelten nur, wenn mehrere Zeugen übereinstimmen. Augenzeugen müssen das Verbrechen von derselben Seite beobachtet haben; die Zitate von Ohrenzeugen müssen wörtlich übereinstimmen.

  • Ein Prozess darf nur am hellen Tag geführt werden, nicht am Vorabend des Sabbats oder eines Festes, am Sabbat oder an Feiertagen ohnehin nicht.

  • Ein Todesurteil darf nicht am ersten Prozesstag, sondern erst am folgenden Tag ausgesprochen werden.

  • Solange der Verurteilte noch lebt, haben Entlastungszeugen das Recht, seine Unschuld zu beweisen. Die Zeugen sollen in erster Linie den Angeklagten entlasten.

Von daher gibt es berechtigte Zweifel, ob Jesus nach der Darstellung von Markus überhaupt vom Hohen Rat wegen Gotteslästerung zum Tod verurteilt werden konnte: Der angebliche Prozess fand nachts statt; das Todesurteil wurde sogleich ausgesprochen; Jesus hätte wegen Gotteslästerung gesteinigt werden müssen.

Es kann aber keine Zweifel geben, dass Jesus von den jüdischen Behörden an den römischen Statthalter ausgeliefert wurde.

Markus vermutet also aus Mangel an näheren Kenntnissen, dass im Palast des Hohenpriesters ein regulärer Prozess stattfand. Was verhandelt wurde, konnte er sich denken: Er kannte ja die Vorwürfe der zeitgenössischen Juden, Jesus sei ein Zauberer und Gotteslästerer gewesen. Was Markus wirklich wusste, war, dass Jesus überhaupt in den Palast gebracht wurde (Zeuge: Petrus, von dem wir allein die Verleugnungsgeschichte wissen können).

iii. Der Fall Jesus, Sohn des Ananus

Der biblische Prozess hat eine merkwürdige Parallele in einer Geschichte aus dem Jahr 66, von der Josephus berichtet: "Ein Mann namens Jesus, der Sohn des Ananus, kam vier Jahre vor Beginn des Krieges – die Stadt lag in tiefstem Frieden, und überall herrschte großer Wohlstand – zum Laubhüttenfest; da mit einem Male begann er laut aufzuschreien: "Wehe vom Aufgang, wehe vom Untergang, wehe von den vier Winden, wehe über Jerusalem und über den Tempel, wehe über alle, die Bräutigam und Braut sind; wehe über das ganze Volk!" Und er schrie es Tag und Nacht und lief dabei in der ganzen Stadt umher. Einige angesehen Bürger ärgerten sich über das Wehegeschrei, ergriffen den Mann und schlugen ihn heftig. Er aber suchte sich keineswegs zu rechtfertigen und äußerte auch nichts gegen jene, die ihn schlugen, sondern wiederholte nur immer dieselben Worte. Die verantwortlichen Führer des Volkes vermuteten zu Recht, der Mann sei von einer höheren Macht getrieben, und so führten sie ihn zum römischen Statthalter. Dort wurde er gegeißelt, bis ihm das Fleisch von den Knochen gerissen war, aber er bat nicht um Milde und vergoss keine Träne, sondern antwortete auf jeden Schlag nur, indem er – freilich mit kläglichen Lauten – den Ruf hervorpresste: 'Wehe über Jerusalem!" Als Albinus, das war der Name des Statthalters, ihn fragte, wer er sei und woher er komme, beantwortete er die Frage nicht, sondern setzte nur seine Klagerufe über die Stadt fort, bis Albinus überzeugt war, dass er es mit einem Verrückten zu tun habe und ihn freiließ." [4]

Die Ähnlichkeiten zu den Evangelien sind nicht zu übersehen:

  • Der Mann heißt auch Jesus und sagt den Untergang von Jerusalem voraus.

  • Er wird zunächst von seinen eigenen Landsleuten angegriffen und geschlagen, anscheinend auch von einer Behörde verhört (auf falsche Prophetie stand der Tod).

  • Er wird von den "verantwortlichen Führern" dem Statthalter ausgeliefert, und zwar wegen eines Religionsverbrechens.

  • Er beklagt sich nicht und verweigert die Aussage.

  • Der Statthalter lässt ihn zunächst auspeitschen, hält ihn schließlich für verrückt und lässt ihn laufen.

Auch wenn diese jüngere Geschichte nicht auf die biblische Passionsgeschichte eingewirkt haben sollte, haben wir hier doch einen ähnlichen Vorgang, dass ein mutmaßlicher Religionsverbrecher an die römische Behörde ausgeliefert wird, die ihn geißelt und anschließend freispricht. Darum ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass auch unser Jesus von seinen eigenen Landsleuten gefangen und an die Römer ausgeliefert wurde. Auch wenn "die Juden", pauschal nicht am Tod Jesu schuld sind, so kann man "den Römern" doch auch nicht die ganze Verantwortung aufbürden! Im juristischen Sinne schuld sind der "Christ" Judas, die jüdischen Hohenpriester und der Römer Pilatus und vielleicht noch ein paar Soldaten, sonst niemand.

iv. "Wir dürfen niemand töten."

Jh 18,31 weigern sich die jüdischen Ankläger, Jesus nach ihrem Gesetz zu richten mit der Begründung: "Wir dürfen niemand töten". Das wird meist so verstanden, dass sie bereits damals das Recht der Todesstrafe nicht mehr hatten. Dagegen spricht aber die Steinigung des Stephanus, der nach Jesus hingerichtet wurde.

Als Begründung zieht man eine Stelle aus dem Babylonischen Talmud [5] heran: "40 Jahre vor der Zerstörung des Tempels wanderte der Hohe Rat aus und ließ sich in den Kaufhallen nieder ... Dies besagt, dass sie keine Strafsachen mehr gerichtet haben ... Sage vielmehr, sie haben keine Todesurteile mehr gefällt." Die Zeitangabe (30 n. Chr.) ist ungenau, wie aus anderen Angaben im selben Zusammenhang hervorgeht. Außerdem bezieht sie sich streng genommen nur auf den Umzug des Hohen Rats, nicht auf das Ende der jüdischen Gerichtsbarkeit.

Das apokryphe Nikodemus‑Evangelium 3,1 versteht Jh 18,31 so, dass den Juden durch das 5. Gebot das Töten überhaupt verboten sei: Darauf die Juden zu Pilatus: 'Uns ist es nicht erlaubt, jemanden zu töten.' Und Pilatus: 'Euch hat also Gott verboten zu töten, mir aber erlaubt?' Das zeigt, dass der Schluss, dem Hohen Rat sei die Blutgerichtsbarkeit entzogen worden, nicht zwingend ist.

Man kann die Johannesstelle schließlich auch so verstehen, dass die Prozessordnung eine Hinrichtung an diesem Tag nicht zugelassen hätte.

c) Wein mit Myrrhe

Eine jüdische Überlieferung aus dem Babylonischen Talmud [6] sagt, dass man dem zur Hinrichtung Hinausgeführten einen Becher Wein mit etwas Weihrauch vermischt reiche, damit ihm das Bewusstsein verwirrt werde, und hierzu wird gelehrt, dass vornehme Frauen in Jerusalem diesen zu spenden und zu bringen pflegten. Dies wird dargestellt als ein üblicher Brauch; es handelt sich also nicht um eine Erinnerung an die Kreuzigung Jesu.

d) Das Zerreißen des Tempelvorhangs

Sowohl der Talmud [7] als auch Josephus [8] überliefern, dass einige Zeit vor der Tempelzerstörung das schwere Tor des inneren Tempelvorhofs in der Nacht von selbst aufgegangen sei und nur mit Mühe wieder geschlossen werden konnte.

Josephus berichtet: Außerdem war da noch das Tor an der Nordseite des Inneren Vorhofes; es war aus Bronze und hatte ein ungeheures Gewicht, so dass zwanzig Männer Mühe hatten, wenn sie es abends schlossen; es war zusammengehalten von eisenbeschlagenen Querbalken, und seine Riegel waren tief in die Schwelle eingemauert, die aus einem einzigen Felsblock gefertigt war: Dieses Tor sah man um Mitternacht plötzlich von selbst aufgehen. Die Tempelwächter berichteten es sofort ihrem Vorgesetzten, der gleich herbeikam, aber kaum die Kräfte mobilisieren konnte, um es zu schließen.

Josephus datiert das Ereignis auf das Passah (!) 66 n.Chr.; nach dem Talmud geschah es 40 Jahre vor der Tempelzerstörung = 30 n. Chr. Da der Talmud (aufgeschrieben Jahrhunderte später) in diesem Zusammenhang auch sonst ungenaue Zeitvorstellungen hat, verdient die Nachricht des Josephus größere Glaubwürdigkeit.

Hieronymus [9] berichtet ferner, in dem verlorenen Nazaräer‑Evangelium hätte gestanden: Nicht der Tempelvorhang sei zerrissen, sondern die Tempeloberschwelle von wunderbarer Größe sei zusammengestürzt.

Der Priester Josephus hat für sich, dass die Geschichte mit dem Tempeltor in seiner Zeit geschehen ist. Er berichtet aber gerade in diesem Zusammenhang von anderen, gänzlich unglaublichen Wundern. Es lässt sich nicht klären, ob das Zerreißen des Vorhangs, das Öffnen des Nordtors und der Einsturz der Tempelschwelle Erinnerungen an dasselbe Ereignis sind. Möglicherweise hat die biblische Überlieferung verschwommene Erinnerungen an spätere Ereignisse versehentlich in die Zeit Jesu datiert.

Es könnte manches dafür sprechen, dass die Hieronymusnotiz von der Tempelschwelle recht hat. Man hätte später aus theologischen Gründen an den Vorhang gedacht: Der Zugang zu Gott ist frei. Dann aber ist anzunehmen, dass Josephus und das Nazaräer‑Evangelium an dasselbe Ereignis denken, zumal beide die Größe der Schwelle betonen.

e) Die Beisetzung von Gekreuzigten

Dazu bemerkt Josephus: ... obgleich den Juden soviel daran gelegen ist, ihre Toten beizusetzen, dass sie sogar die Leichen der Gekreuzigten noch vor Sonnenuntergang abnehmen und bestatten, [10] also unabhängig von Feiertagen. Grundlage für diesen Brauch ist 5. Mose 21,22‑23, also nicht das Bestreben, alle Toten beizusetzen, wie Josephus behauptet. Können wir daraus schließen, das Josef von Arimathäa Jesus weniger aus Liebe als vielmehr aus Pflichtbewusstsein ins Grab gelegt hat? Haben die Christen die Motive nicht mehr verstanden und falsche Schlüsse draus gezogen?

2. Griechisches

Nach Phlegon [11] war im 4. Jahr der 202. Olympiade (33 n. Chr.) eine Sonnenfinsternis, bei der man um die 12. Stunde (17‑18 Uhr) die Sterne sehen konnte. Im selben Jahr hätte es in Kleinasien ein Erdbeben gegeben.
Nach modernen Berechnungen müsste am 03.04.33 eine Sonnenfinsternis gewesen sein. Das war aber nicht an Passah, weil da Vollmond sein muss. Das Todespassah Jesu könnte aber 14 Tage später gefeiert worden sein; als Todestag ist Freitag, der 17.04.33 anzunehmen.

Auf das Jahr 33 verweist auch eine Notiz von Eusebius  [12], dass Jesus im 19. Regierungsjahr des Tiberius = 33 gestorben sei.

Dass am Kreuzigungstag Sonnenfinsternis war, ist also nicht bloße Legende, sondern eine ungenaue Erinnerung. Man wusste, dass in der Zeit, als Jesus gekreuzigt wurde, eine totale Sonnenfinsternis war, und glaubte irrtümlich, sie sei am Karfreitag gewesen.

3. Das Todespassah

a) Der Passahtermin

In der ersten Vollmondnacht im Frühling feiern die Israeliten das Passahfest zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Diese Nacht fällt nach dem jüdischen Kalender auf den 14. Tag des Frühlingsmonats Nisan. [13] Das Passah durfte zur Zeit Jesu nur in Jerusalem gefeiert werden, weil das zugehörige Lamm im Tempel geschlachtet werden musste.

b) Termin des Todespassah

Die Evangelien geben an, Jesus sei im Zusammenhang mit dem Passahfest an einem Freitag gekreuzigt worden. Die Synoptiker (Markus und ihm folgend Matthäus und Lukas) geben aber einen anderen Kalendertag an als Johannes:

 

 

Johannes

Markus

14. Nisan

Abend

Do: Fußwaschung

 

Nacht

Gefangennahme

 

Vormittag

Fr: zu Pilatus

 

Nachmittag

Kreuzigung, Tod

Do: Bereitung des Mahls

15. Nisan

Abend

Sabbat, 1. Feiertag

Passah/ Abendmahl

Nacht

 

Gefangennahme

Vormittag

Sabbat

Fr: Pilatus, 9.00 Kreuzigung

Nachmittag

Sabbat

15.00 Tod, Grablegung

16. Nisan

Abend

Sonntag

Sabbat

Vormittag

Maria am Grab

Sabbat

17. Nisan

Vormittag

Montag

So: Frauen zum Grab

Wie ist dieser Widerspruch aufzulösen?

i. Johannes hatte bessere Informationen als Markus

Markus ging davon aus, dass das letzte Mahl Jesu ein Passahmahl war, und kam so zu seiner Datierung, hat aber nicht bedacht, dass dann Jesus am 1. Feiertag des siebentägigen Festes gekreuzigt worden wäre.

Gegen diese Datierung könnten ferner sprechen:

  • Am Feiertag, der mit Sonnenuntergang anfing, war das Tragen von Waffen verboten, das hätte auch für den Jünger gelten müssen, der Malchus das Ohr abschlug, von der Tempelwache ganz zu schweigen.

  • Simon von Kyrene kam vom Feld, was an einem Feiertag unwahrscheinlich ist.

  • Josef von Arimathäa hätte am Feiertag keine Leinwand kaufen können.

Von daher hat die Datierung des Johannes die größere Glaubwürdigkeit, zumal Johannes ausdrücklich betont, die Ankläger hätten am Karfreitag das Prätorium nicht betreten, um nicht unrein zu werden und das Passahlamm essen zu können (18,28). Folgerichtig war das letzte Mahl mit der Fußwaschung für Johannes auch kein Passahmahl, sondern ein gewöhnliches Abendessen. Johannes scheint also die besseren Informationen gehabt, oder hat sich wenigstens mit jüdischen Gepflogenheiten besser ausgekannt als Markus.

ii. Pharisäischer und Sadduzäischer Kalender

Strack‑Billerbeck, ein Monumentalwerk, das das Neue Testament mit den jüdischen Überlieferungen vergleicht, versucht die beiden widersprüchlichen Datierungen miteinander zu vereinbaren: [14] Die Sadduzäer hätten einen anderen Kalender gehabt als die Pharisäer. Streitpunkt war die Frage, ob der 1. Tag des Wochenfestes (unser Pfingsten) auf einen Sonntag (so die Sadduzäer) oder auf denselben Wochentag wie der 16. Nisan fallen musste (so die Pharisäer). Dementsprechend wurde der Passahtermin berechnet: Für die Sadduzäer war der 16. Nisan wie unser Osterfest immer der Sonntag nach Frühlingsvollmond, dementsprechend fiel das Passahmahl nicht in die Vollmondnacht; die Pharisäer dagegen feierten direkt in der Vollmondnacht, so dass das Passahfest und der 1. Tag des Wochenfests wie unser Weihnachten auf jeden beliebigen Wochentag. fallen konnte. Es muss ein langer erbitterter Streit darüber geführt worden sein. Am Ende hätten die Pharisäer durchgesetzt, dass auch an ihrem Termin die Lämmer im Tempel geschlachtet werden durften.

Markus würde also von der pharisäischen, Johannes von der sadduzäischen Berechnung ausgehen. Beide Datierungen ließen sich miteinander vereinbaren, wenn man annimmt, dass Jesus den volkstümlichen pharisäischen Termin feierte, während die Priester = Sadduzäer am Freitag feierten, also am Abend des Kreuzigungstages. Für sie, die die Verhaftung Jesu ja angeordnet hatten, war also am Freitagvormittag noch kein Feiertag, so wenig wie für uns am Gründonnerstagvormittag Feiertag ist. Sie brauchten also keine Bedenken zu haben, Jesus noch an diesem Tag kreuzigen zu lassen.

iii. Qumran

Die Leute von Qumran hatten wieder einen anderen Kalender. Sie und andere Sekten feierten das Passah immer an einem Dienstag. Da sie den damaligen Tempel nicht anerkannten, hatten sie sicher auch keine Probleme damit, dass sie an diesem Tag im Tempel nicht schlachten konnten.

Manche Forscher nehmen daher an, Jesus hätte ebenfalls schon am Dienstag gefeiert. Dafür gibt es aber keine Anhaltspunkte in der biblischen Überlieferung. Alle Evangelien sind sich einig, dass Jesus am Donnerstagabend mit seinen Jüngern zu Abend gegessen hatte und am Freitag gekreuzigt wurde, wobei für Johannes das letzte Essen kein Passah‑ und auch kein Abendmahl war. Paulus bestätigt aber 1. Kor 11,23, dass das Abendmahl eingesetzt wurde "in der Nacht, da Jesus verraten ward".

Weiter

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[1] Zeugnis des Flavius  Josephus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[2] Jüdische Altertümer 18,3,3

 

 

 

 

 

 

 

[3] Der Spiegel 15/1972 S. 712

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[4] Jüdischer Krieg" 6,5,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[5] Schabbat 15a

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[6] Sanhedrin 43a

 

 

 

 

 


 

[7] pJoma 6,43

[8] Jüdischer Krieg 6,5,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[9] epist 120 an Hediba

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[10] Jüdischer Krieg IV 592

 

 

 

 

 

 

[11] zit. P. L. Maier, Pilatus S. 363

 

 

 

 

 

 

[12] Chronikon XIX 535

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[13] Der Monat beginnt mit dem Neumond nach dem 21. März, d.h. wenn die "neue" Mondsichel zum ersten Mal am Abendhimmel zu sehen ist. Neumond lässt sich also leicht definieren, Vollmond dagegen nicht.
Das Passahmahl findet zu Beginn der Vollmondnacht statt. Man zählt einfach ab Neumond weiter. Der 14. Tag gilt dann als Vollmond; daher beginnt das Passah am Vorabend des 14. Nisan.

Das christliche Osterfest ist in der Regel am darauf folgenden Sonntag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[14] II 812‑53

 

 

 

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Datum: 1989 / 2015

Aktuell: 09.02.2019