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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Etymologiebermeisemhd. 'Vogelmutter' |
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zu Grimm, Weistümer IV,533-37 "Weistum über die Dieburger Mark" Bermeise ist ein altertümlicher Ausdruck, der in anderen Weistümern verschieden wiedergegeben wird:
Offenbar hat man im Rheingau und in Kreuznach das unverstandene Wort durch
den Namen zweier Meisenarten (parus maior und aegithalos europaeus) ersetzt.
Es ist aber unwahrscheinlich, daß gerade eine bestimmte Meisenart geschützt
werden soll. Auch die Ausdrücke banmeise (verbotene Meise) und
baummeise sind durchsichtige Bildungen, an denen man nur
erkennen kann, dass man das altertümliche Wort nicht verstanden hat. Immerhin
bestätigen diese Ausdrücke das b- in unserem Weistum. a) Bermeise 'Vogelmutter' zu mhd. bern 'gebären', das aber für Vögel ungewöhnlich ist. Normal sagte man hecken.
c) Bermeise 'Wildvogel' (Bergmeise), vgl. mnd. berhân 'Fasan', beerhun 'Auerhuhn?'
Die Deutung 'Wildhuhn' scheitert aber an dem Namen
Meise. So bleibt eigentlich nur die Bedeutung
'Gebärmeise'. |
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Datum: 1978 / 2007 Aktuell: 10.02.2019 |