Quellen: Wisent

  • C. Julius Solinus, De Mirabilibus Mundi 20

    • in hoc tractu sane et in omni septentrionis plaga visontes frequentissimi, qui bovis feri similes, saetosi colla, iubas horridi, ultra tauros pernicitate, capti adsuescere manu nesciunt. sunt et uri, quos inperitum vulgus vocat bubalos, cum bubali paene ad cervinam faciem in Africa procreentur. istis porro quos uros dicimus taurina cornua in tantum modum protenduntur, ut dempta ob insignem capacitatem inter regias mensas potuum gerula fiant.
      = In dieser Gegend (Herzynischer Wald) und im ganzen Norden sind die Wisente ja sehr häufig. Sie sehen aus wie wilde Ochsen, mit haarigen Hälsen, struppigen Mähnen, schneller als Stiere. In Gefangenschaft lassen sie sich nicht zähmen.

    • (Zitat aus Plinius): »Es gibt auch Auerochsen, die das unkundige Volk Büffel nennt, wo doch die richtigen Büffel (Kuhantilopen?) in Afrika fast mit Hirschköpfen geboren werden.«

    • Denen, die wir Auerochsen nennen, ragen die Hörner derart hervor, dass man sie wegen ihrer außerordentlichen Größe bei den königlichen Tafeln als Getränkekannen verwendet. TH

    • Kommentar:

      • Solinus unterscheidet wie heute nordische

        • visontes mit Mähnen = Wisente

        • uri mit großen Hörnern = Auerochsen

        ferner

        • afrikanische bubali mit Hirschköpfen = Antilopen

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Heinrich Tischner

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Aktuell: 10.02.2019