Quellen: Magnet

  • Plinius 36,127-129

    • quid ferri duritia pugnacius? pedes ei inpertivit et mores trahitur namque magnete lapide, domitrixque illa rerum omnium materia ad inane nescio quid currit atque, ut propius venit, adsilit, tenetur amplexuque haeret. sideritim ob id alio nomine vocant, quidam Heraclion, magnes appellatus est ab inventore, ut auctor est Nicander — in Ida, ut reperio, namque et passim inveniuntur, in Hispania quoque — invenisse autem fertur clavis crepidarum, baculi cuspide haerentibus, cum armenta pasceret. 128 quinque genera magnetis Sotacus demonstrat: Aethiopicum et a Magnesia Macedoniae contermina ab Euboea Iolcum petentibus dextra, tertium in Hyetto Boeotiae, quartum circa Alexandriam Troadem, quintum in Magnesia Asiae. differentia est prima, mas sit an femina, proxima in colore. nam qui in Magnesia Macedonica reperiuntur rufi nigrique sunt, Boeoti vero rufi coloris plus habent quam nigri. is, qui in Troade invenitur, niger est et feminei sexus ideoque sine viribus, deterrimus autem in Magnesia Asiae, candidus neque attrahens ferrum similisque pumici. conpertum tanto meliores esse, quanto sint magis caerulei. 129 Aethiopico palma datur pondusque argento rependitur. invenitur hic in Aethiopiae Zmiri; ita vocatur regio harenosa. ibi et haematites magnes sanguinei coloris sanguinemque reddens, si teratur, sed et crocum. in adtrahendo ferro non eadem haematiti natura quae magneti. Aethiopici argumentum est, quod magneta quoque alium ad se trahit.

    • = Was ist kämpferischer als die Härte des Eisen? Ihm sind Füße verliehen und es wird seinem Charakter nach vom Magnetstein angezogen, und dieser Stoff bezwingt alle Dinge..., ich weiß nicht, was es zum Laufen bringt und, wie es näher kommt, es anspringt und festgehalten wird und wie umschlungen hängen bleibt. Man nennt ihn auch Sideritis (Eisenstein), andere Herakleion. Magnet wurde er nach seinem Entdecker genannt, wie Nikander verbreitet hat. Auf dem Idagebirge finden sie sich weit und breit, wie ich ermittle, auch in Spanien, Man hat angeblich herausgefunden, dass der Schuhnagel, die Spitze des Hirtenstabs hängen blieb, als man das Vieh weidete.

    • Fünf Arten von Magneten zeigt Sotacus auf: den äthiopischen, den von Magnesia in Makedonien... den dritten in Hyettos im Boiotien, den vierten bei Alexandria bei Troja, den fünften in Magnesia in Kleinasien. Der Unterschied ist erstens, ob er männlich oder weiblich ist, zweitens in der Farbe. Denn die man im makedonischen Magnesia findet, sind rot und schwarz. Die Boioter haben mehr rote als schwarze. Der aus der Gegend von Troja ist schwarz und weiblich, daher ohne Kraft. Der geringste aber ist der aus Magnesia in Kleinasien, weiß, zieht kein Eisen an und so ähnlich wie Bims. Man weiß, dass sie um so besser sind, je blauer sind sind.

    • Den äthiopischen hält man für den besten und wiegt ihn in Silber auf. Er wird in Zmiri in Äthiopien gefunden, so heißt eine sandige Gegend. Dort gibt es auch Hämatit-Magnet von blutroter Farbe, der blutroten Abrieb bildet, aber auch gelben. Der äthiopische ist daran zu erkennen, dass er einen anderen Magneten anzieht.

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Sprachecke 13.05.2014

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Aktuell: 10.02.2019