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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch Belege

 

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  • Wie die Drawande em Haus drauß wor, hot sie, die Peifedeckelsen, widder nooch ihrm Gutedel geguckt. „Waaßte", seegt-se, „mer werrn doch emol de Dokter kumme lasse, valleicht is es die Gribb, un damit is heidigendags net zu spasse." Awwer do is er hochgange. „Biste gepickt?" hat er gekrische, „zu wos dann en Dokter? Wos der waaß, waaß ich lengst! - Un iwwerhaubt, die Gribb, do hawwe mer im Feld drauß uns kaan Bibbser draus gemacht. Kinnerkrankheit!" seegt-er fast beleidigt. Dann nadierlich, e gewehnlich Gribb, deß wor-em vieler zu wenig. Wann schun - dann schun! hot-er gedenkt, awwer bloß nor e Gribb, deß weer doch gelacht!

  • "Wie die Trabante dem Haus drauß war, hat sie, die Pfeifendeckelsin, wieder nach ihrem Gutedel geguckt. „Weißt du", sagt sie, „wir werden doch einmal den Doktor kommen lassen, vielleicht ist es die Grippe, und damit ist heutigentags nicht zu spaßen." Aber da ist er hochgangen. „Bist du gepickt?" hat er gekrischen, „zu was denn einen Doktor? Was der weiß, weiß ich längst! - Und überhaupt, die Grippe, da haben wir im Feld drauß uns keinen Piepser draus gemacht. Kinderkrankheit!" sagt er fast beleidigt. Dann natürlich, eine gewöhnliche Grippe, das war ihm vieler zu wenig. Wann schon - dann schon! hat er gedenkt, aber bloß nur eine Grippe, das wäre doch gelacht!" SchRDa 151

   

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Datum: 2011

Aktuell: 09.02.2019