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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

Anekdote

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TIr Hahner Anekdoten von einer Familie nach 1910, die sehr gedehnt und breit gesprochen hat und ein bisschen beschränkt war:

  1. Eins der Kinder sagt: Mùddɝ̄, gɛld di Bɛ̄ʳn sáin då? - in, Kláinɝ, də Lủdwiǵ [lʌtviʃ] singd. "Mutter, gelt die Bären sind da? - Nein, Kleiner, der Ludwig singt."

  2. Mutter: Lủdwiǵ, hollˬəmål di Gæns ám Fláĉhsgrâƀə! Ludwig: Kʰủmm wủllə wủllə. [kʰʌm vʌlə vʌlə]. "Ludwig, hol einmal die Gänse am Flachsgraben. - Komm wulle, wulle"

  3. Der Vater beschwert sich über das dürftige Essen, Mutter: Máin (Name der Kinder) hȧn di Wy̏ʳštçhɝ g’frɛssən, ruiǵ då!  "Mein ... haben die Würstchen gefressen, ruhig da (halte den Mund)!"

aus dem 1. Weltkrieg, in dem Sohn Konrad Soldat war:

  1. Die Mutter erzählt im Dorf, dass Konrad Postkarten mit Grüßen geschickt hat, einmal aus Flandern, danach "aus der Ferne": Gɛstɝn wârˬɝ in Flándɝn und hͽyd ìsdˬɝ in Fȉʳnhəim. (Viernheim) "Gestern war er in Flandern und heute ist er in Ferne."

  2. Konrad schreibt, er müsse "Kohldampf schieben". Die Mutter kolportiert: Də Kʰúnrâd muss Kʰōlədámpɝ schīƀən. "Der Konrad muss Kohlendampfer schieben."

 

Times New Roman 5.01

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Datum: 1968-2008

Aktuell: 09.02.2019